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Rommerskirchen: Malen gegen leere Wände

Rommerskirchen : Malen gegen leere Wände

Die Eckumer Malerin Annemarie Stachowiak ist am Sonntag erstmals mit ihren Bildern beim Gemeindefest der evangelischen Kirche vertreten. Sie stellt sowohl im Gemeindezentrum als auch bei sich zuhause aus.

Mit der Malerei begonnen hat Annemarie Stachowiak 1996, als sie mit ihrem Mann Heinz ihr Haus am Eckumer Grünweg bezog: "Damals waren hier nur leere Wände", beschreibt sie ihr Motiv zu Pinsel und Farbe zu greifen und diesem Zustand ein Ende zu machen. 14 Jahre, viele Bilder und etliche Ausstellungen später steht die Eckumer Malerin jetzt vor einer Premiere:

Beim Gemeindefest der evangelischen Kirche am kommenden Sonntag wird sie erstmals mit ihren Bildern präsent sein. "Marokko hat sich zu unserem liebsten Urlaubsziel entwickelt", erzählt Annemarie Stachowiak und so werden die zehn Bilder, die im Gemeindezentrum zu sehen sind, dem nordafrikanischen Land gewidmet sein, dessen Steinwüste sie ebenso fasziniert wie natürlich die Sahara. Als ihr schönstes Bild — nach einem Porträtgemälde ihres Mannes natürlich — betrachtet sie das einer Berberin auf einem marokkanischen Heiratsmarkt: Anders als das Vorurteil vermuten lässt, "suchen sich hier allerdings die Frauen die Männer aus", berichtet Annemarie Stachowiak. Sie malt ausschließlich mit Ölfarben und hat mit Kopien großer Meister von Michelangelo über Monet bis van Gogh die Technik des Malens erlernt. "Ich male hauptsächlich Landschaften, Urlaubsbilder und Porträts ob nun von Menschen oder Tieren", beschreibt sie ihr künstlerisches Themenspektrum.

Als Auftragsmalerin ist Annemarie Stachowiak schon des Öfteren für die Gemeinde Rommerskirchen tätig geworden: Die Landschaftsbilder, die die vier Jahreszeiten widerspiegel und sich im Sitzungssaal des Rathauses befinden, sind im Atelier von Annemarie Stachowiak entstanden. Die Ansteler Wasserburg ist eines der Motive , das sie am häufigsten gemalt hat, nämlich für die Ehrengabe der Gemeinde, die diese bei ihrem Neujahrsempfang alljährlich verdienten Ehrenamtlern verleiht. Mit der Ausstellung am Sonntag verfolgt sie das Ziel, "der Öffentlichkeit das, was ich malen kann, vorzustellen."

Was übrigens nicht nur im evangelischen Gemeindezentrum der Fall sein wird, sondern auch zwei Häuser weiter bei Annemarie Stachowiak zuhause. "Das Parterre wird voll sein mit Bildern", verrät sie schon einmal vorab. Eine Sorge hat sie allerdings, nämlich das Wetter: Sollte es regnen, könnte sie den Garten und das "Hühnerhaus" mit der dortigen "Illusionsmalerei" nur eingeschränkt nutzen.

Annemarie Stachowiak, die für 2011 eine Ausstellung im Kreiskrankenhaus in Hackenbroich plant, will darin der Begegnung von Orient und Okzident ihr Augenmerk widmen — und zwar nicht im Sinne eines Gegenüber, sondern auf der Suche nach Gemeinsamkeiten.

(NGZ)