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Rheinberg: Mit brasilianischer Leichtigkeit in den November

Rheinberg : Mit brasilianischer Leichtigkeit in den November

Heute ist der 1. November, wir begeben uns in den Monat der Depression, des Trübsinns und des Nieselregens. Keine schöne Vorstellung. Umso schöner, dass die Initiatoren der Rheinberger MI-Jazz-Reihe - VHS, Musikalische Gesellschaft und Matthias Goebel als künstlerischer Leiter - der geneigten Zuhörerschaft ein probates Gegenmittel anboten: Sie hatten zu einer "Brazilian Night" in die "Alte Kellnerei" geladen, und mehr als 50 Zuhörer ließen sich das Angebot gefallen. Es gab modernen brasilianischen Sound in ungewöhnlicher Instrumentierung zu hören, gespielt von Top-Musikern, die sich extra für diese Rheinberg-Edition zusammengefunden hatten. Vibrafonist Matthias Goebel spielte selbst mit in dieser wunderbaren Band und verriet Interna: "Sie müssten mal die Proben erleben", sagte er. "Man verabredet sich für 14 Uhr, um 17.15 Uhr geht es dann langsam los, dann erarbeitet man bis acht ein Programm, damit dann beim Konzert nichts mehr so gespielt wird." Wie auch immer: Was die fünf Musiker spielten, war genial - allen voran der international geschätzte Mandolinen-Checker Mike Marshall. Der US-Amerikaner machte sein achtsaitiges Instrument mal zum Rhythmusbrett, mal zur Jazz-Gitarre.

Das Duo Morgana Moreno (Querflöte) und Marcelo Rosário (Gitarre) aus Brasilien verzückte die Zuhörer mit Bossa und mehr von Antônio Carlos Jobim und anderen. Brillant auch Percussion-Minimalist Thomas Lensing. Besser hätte man nicht in den November starten können. Am 6. Dezember geht es weiter mit Gospel vom "Heartchor".

(RP)