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Ratingen: Angst vor Verkehrschaos

Ratingen : Angst vor Verkehrschaos

Bei einer Informationsveranstaltung der CDU wurden die Pläne für die neue Nutzung der ehemaligen Maschinenfabrik an der Homberger Straße vorgestellt. Besonders das Verkehrskonzept macht Anwohnern Sorgen.

Die zukünftige Nutzung der ehemaligen Maschinenfabrik an der Homberger Straße treibt die Bürger in Ost um. Rund 80 von ihnen kamen jetzt zu einer Veranstaltung der CDU ins Haus der Gastlichkeit, um sich die Pläne genauer anzusehen und zu diskutieren.

Bekanntlich soll Edeka Kels von der Fester Straße in die Maschinenfabrik gegenüber ziehen. Der Getränkemarkt, der derzeit dort untergebracht ist, wird dann ausziehen. Die Verhandlungen, ob der Getränkemarkt dann in die alten Räume von Edeka Kels zieht, laufen noch.

Überhaupt wurden nur die Pläne für den vorderen Teil des Maschinenfabrikgeländes diskutiert. Der hintere Teil soll erst später als zweiter Abschnitt entwickelt werden. Dort sind ein Handwerkerhof, Büros und auch Wohnungen vorgesehen. Die denkmalgeschützten Gebäude werden stehenbleiben und in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde saniert. An die alte Maschinenhalle wird ein neues Gebäude angebaut. Es werden 170 Parkplätze entstehen, auf dem alten Gelände waren es 90, was regelmäßig zu chaotischen Zuständen geführt hat, wie Anwohner berichteten.

Kreuzung ist unübersichtlich

Was die Bürger in Ost besonders beschäftigt, ist der Verkehrsfluss rund um die Kreuzung Homberger Straße, Balcke-Dürr-Allee und Oststraße. Rüdiger Schlothane vom Amt für Stadtplanung stellte das künftige Verkehrskonzept vor. Er betonte, dass die Kreuzung schon länger als problematisch gelte, was auch von der Polizei bereits angemahnt wurde. Der Grund: Die Kreuzung ist zu unübersichtlich.

Geplant ist deshalb, die Verkehrsinseln zu entfernen und dafür mehr Fahrstreifen einzurichten. Für die Fester Straße bedeutet dies drei Fahrstreifen, die nach links, rechts und geradeaus führen. Auf der Balcke-Dürr-Allee wird ein zusätzlicher Rechtsabbiegestreifen eingerichtet, der allerdings schon an der Einmündung zu Oststraße beginnt. An der Kreuzung Oststraße/Balcke-Dürr-Allee ist eine Ampel vorgesehen, auf der Oststraße soll es zwei Fahrstreifen geben, die nach links und rechts führen.

Eine weitere Ampel ist an der Homberger Straße geplant, dort wo man heute auf das Gelände fahren kann. Dort wird eine zweite Ausfahrt mit zwei Fahrspuren eingerichtet, außerdem ist die Ampel als Querungshilfe für Fußgänger- und Radfahrer gedacht. Die eigentliche Erschließung des Geländes geht über die Oststraße, wo eine Ein- und Ausfahrt eingerichtet werden soll.

Für die Bürger ergaben sich aus diesen Plänen mehrere Fragen: Kann der gesamte Kreuzungsbereich den Verkehr überhaupt aufnehmen und entsteht dadurch nicht Schleichverkehr durch die Hugo-Schlimm-Straße? Zumindest bei der ersten Frage beruhigte Schlothane: "Beim Gutachten ist man vom schlimmsten Fall ausgegangen, nämlich der kompletten Bebauung der Balcke-Dürr-Allee durch Firmenansiedlungen sowie der vollständigen Bebauung der ehemaligen Maschinenfabrik." Demnach könne der Verkehr nach dem Umbau abfließen. Wenn dies der Fall sei, dann bestehe für die Autofahrer auch kein Grund, sich Schleichwege zu suchen.

(cebu)