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Ratingen: Seniorenheim im Wandel

Ratingen : Seniorenheim im Wandel

Das Evangelische Alten- und Pflegeheim Ratingen begeht sein Jubiläumsjahr. Um gestärkt in die Zukunft zu gehen, wird ein Partner gesucht. Der Zusammenschluss soll die Qualität sichern. Festakt mit vielen Promis.

Mit einem umfangreichen Jahresprogramm mit Fotoausstellung, Modenschau, Sommerfest und Festgottesdienst feiert das Evangelische Alten- und Pflegeheim Ratingen sein 50-jähriges Bestehen. Höhepunkt der Festlichkeiten war gestern ein Festakt in der Einrichtung an der Rosenstraße. Superintendent Frank Weber feierte mit den zahlreichen Gästen eine Andacht und Bürgermeister Harald Birkenkamp, Geschäftsführer Marcus Kirchmann und Gert Ulrich Brinkmann, Vorsitzender des Presbyteriums, hielten unter anderem Grußworte, in denen besonders die kompetente und liebevolle Betreuung der Senioren im Evangelischen Alten- und Pflegeheim hervor gehoben wurde.

Diese soll auch in Zukunft gewährleistet werden, deshalb sucht das Altenheim, ebenso wie das benachbarte Evangelische Fachkrankenhaus, einen neuen, großen Partner. Mit diesem will man die immer härteren Anforderungen im Gesundheitswesen meistern, damit die gute Arbeit fortgesetzt oder sogar noch verbessert werden kann. "Wir wollen rechtzeitig die Weichen stellen, können jetzt noch ohne Druck suchen und haben bereits bei anderen Einrichtungen Interesse geweckt", sagte Kirchmann. Er geht davon aus, im Januar den neuen Partner präsentieren zu können, mit dem man das Heim auch weiterhin auf eine gesunde Basis stellen will. Kirchmann lobte dabei die Evangelische Kirchengemeinde als Hauptgesellschafter, die diesen verantwortungsvollen Schritt in die Wege geleitet hätte. Die Gemeinde hat sich bereits in der Vergangenheit immer wieder neuen Gegebenheiten angepasst, die Zeichen der Zeit erkannt, wie die Historie der Einrichtung zeigt. Das Presbyterium der Ratinger Kirchengemeinde fasste bereits im Jahr 1948 den Entschluss, ein Altenheim zu bauen. Bis es aber zu einer Umsetzung kam, verging viel Zeit, da das dafür erworbene Grundstück Hochstraße 48 durch ein mit neun Familien bewohntes Mehrfamilienhaus blockiert war. Erst im August 1960 konnte mit dem Bau begonnen werden, die Mittel kamen von Bund, Land, Stadt, Privatleuten und der Industrie. 1962 wurde die neue Heimstätte für 60 alte Menschen eröffnet. Auf eine eigene Küche konnte verzichtet werden, da das Heim von der Krankenhausküche mitversorgt wurde. Zu diesem Zweck wurde das Krankenhaus und Altenheim mit einem unterirdischen Gang verbunden. Zu dieser Zeit gab es fünf Angestellte und eine Diakonisse als Leiterin des Heimes.

Wie sehr sich inzwischen die Ansprüche gewandelt haben, zeigt sich schon in der hohen Zahl der Mitarbeiter. So sind dort heute rund 65 Personen für 86 Bewohner zuständig.

"Wir bemühen uns die Bewohner so zu sehen, wie sie sind und sie da zu unterstützen, wo sie es brauchen. Das machen die Mitarbeiter mit viel Herz und Liebe", sagte gestern Einrichtungsleiterin Ingrid Reljic.

Seit 1997 befindet sich das Altenheim in einem neuen Gebäude an der Rosenstraße. Mit der Errichtung des 18 Millionen teuren Neubaus kam die Evangelische Kirchengemeinde dem erheblichen Bedarf und den gestiegenen Ansprüchen in der Altenpflege nach. So werden die Senioren hier nach dem Prinzip der Bezugspflege betreut.

Kleine Mitarbeitergruppen sind für einzelne Senioren zuständig und damit direkte Ansprechpartner auch für Ärzte und Angehörige.

(brab)