Radevormwald: Kinder-Musical mit mutigen Darstellern

Radevormwald: Kinder-Musical mit mutigen Darstellern

Die jüngsten Schüler der Radevormwalder Musikschule führten am Sonntagnachmittag das Musical "Kleiner Maulwurf" auf. Alle stellten Bewohner des Waldes dar.

Mia war kurz vor Beginn des Musicals "Kleiner Maulwurf" nicht nervös. Obwohl sie die Hauptrolle des Maulwurfs Frido spielte und ganze Strophen alleine singen musste, freute sie sich auf die großen Momente auf der Bühne des Bürgerhauses. Gudrun Buttchereyt und Manuela Leven hatten das Kinder-Musical mit den jüngsten Schülern der Radevormwalder Musikschule vorbereitet und waren gespannt, wie das Format bei den Eltern und den Kindern ankommt. "Ich hatte die Idee spontan, als ich das Musical entdeckt habe. Die zwei Generalproben sind gut gelaufen, deswegen sind wir alle entspannt", sagte Gudrun Buttchereyt, die während der Aufführung die Regie führte und den Kindern bei kleinen Patzern weiterhalf. Manuela Leven sorgte für die musikalische Untermalung des Musicals. Sie selber saß am Klavier, Christoph Sapp am Schlagzeug und Stefan Oberstebrink spielte Gitarre. "Das Musical wechselt immer zwischen Erzählung und Liedern. Die Kinder singen sehr viel und alles auswendig. Dazu muss es natürlich Livemusik geben", sagte Leven.

Unterstützt wurden die Hauptverantwortlichen von Kevin Leven und Ronja Stracke. Beide standen gemeinsam mit den Kindern auf der Bühne, um mitzutanzen und dafür zu sorgen, dass kein Einsatz verpasst wurde. Der Plan ging auf.

Während Mia in ihrem Maulwurfskostüm den tapferen Frido spielte, der für seinen großen Geburtstag endlich mal den Bau verlassen und eine aufregende Party schmeißen will, schlichen Laura und Alva als die bösen Füchse über die Bühne. "Wir wollen Frido auffressen", verriet Alva. Die Bösewichte der Geschichte flößten den anderen Waldbewohnern und auch den Zuschauern Angst ein, denn alle fieberten auf Fridos Geburtstagsfeier hin. "Wir können alle Besucher auffressen", sagten die Füchse. Nora, als grüner Schmetterling verkleidet sowie die Frösche Juli und Paul versuchten den kleinen Maulwurf bei seinen Plänen zu unterstützen. Die Waldbewohner halten schließlich zusammen und müssen sich gemeinsam gegen die hinterlistigen Pläne der Füchse verbünden. Der Erzähler der Geschichte, Jürgen Buttchereyt, verhalf dem Musical mit seiner tiefen und klaren Stimme viel Atmosphäre und machte die Aufführung zu einer kurzweiligen Reise durch den Wald. Natürlich gelang es Frido mit der Hilfe seiner treuen Freunde die lang ersehnte Geburtstagsfeier zu organisieren, ohne von den Füchsen aufgefressen zu werden. Seine Pläne überzeugten sogar seine skeptischen Maulwurfseltern, die von Anastasia und Blairt gespielt wurden. Bert Fastenrath, Leiter der Musikschule, war stolz auf die erste Musicalaufführung seiner Jüngsten und hofft, dass es in Zukunft mehr Musicals im Bürgerhaus gibt: "Die Kinder haben Spaß und können sich kreativ entfalten."

Das Publikum applaudierte den kleinen Darstellern begeistert nach der Aufführung und die Kinder strahlten, glücklich über den Erfolg ihrer Darbietung. "Das hat sehr viel Spaß gemacht und alles hat gut geklappt", sagte Nora nach dem einstündigen Programm.

(trei)