Erweiterung und Sanierung am Marie-Curie-Gymnasium in Neuss

Erstmals MINT-freundliche Schule : Viele Pläne für „Curie“-Gymnasium

Der Naturwissenschaftliche Trakt wird saniert. Ein Anbau an der Jostenallee wäre möglich.

Anfang nächsten Jahres wird der naturwissenschaftliche Trakt des Marie-Curie-Gymnasiums komplett saniert. So hat es die Politik mit besonderer Dringlichkeit in den Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements (GMN) aufnehmen lassen. Fast drei Millionen Euro wird das städtische Unternehmen in Technik und Unterrichtsräume und vor allem in das große Ausbildungslabor investieren.

Dass das Geld gut angelegt scheint, unterstrich das Gymnasium der Nordstadt jetzt auf seine Weise. Zum ersten Mal in der fast 50-jährigen Schulgeschichte wurde es als MINT-freundliche Schule zertifiziert.

Insgesamt 46 Schulen aus ganz Nordrhein-Westfalen wurde in einer Festveranstaltung im Dortmunder Rathaus attestiert, dass die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) bei ihnen einen besonderen Stellenwert genießen. Stellvertretend für das „Curie“ nahmen zwei Lehrer die Ehrung entgegen.

Die MINT-Fächer markieren einen Schwerpunkt des Gymnasiums, der bilinguale Zweig mit Unterricht auch in englischer Sprache einen anderen. Das MCG ist nach Darstellung von Schulleiterin Emmy Trässel nicht nur das einzige Neusser Gymnasium mit einem solchen Zweig, es ist auch die einzige Neusser Schule, an der man neben dem Abitur und dem bilingualen Abitur parallel zum Besuch der gymnasialen Oberstufe die Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten durchlaufen kann. Diese sogenannte Doppelqualifikation in Chemie existiert an der Schule seit mehr als drei Jahrzehnten. Die Verleihung des Siegels MINT-freundliche Schule sei somit eine logische Konsequenz aus jahrzehntelanger naturwissenschaftlicher Förderung, sagt Trässel. Diese Auszeichnung sei nun ein Ansporn, weiter naturwissenschaftliche Talente zu fördern.

Die Investition in die naturwissenschaftlichen Räume sind aber nicht die einzigen Pläne, die die Stadt mit dem verlässlich vierzügig geführten Gymnasium hat. Mit dem gerade verabschiedeten Schulentwicklungskonzept für die weiterführenden Schulen verbindet die Politik den Auftrag, die Rückkehr zum Abitur in neun Jahren („G9“) baulich abzusichern. Zu prüfen wären auch am „Curie“ gegebenenfalls bauliche Maßnahmen, heißt es auch aus der interfraktionellen Arbeitsgruppe. Die Mensen sollen erhalten bleiben und nicht zur Raumreserve werden.

Am „Curie“ gäbe es die Möglichkeit, hält das Schulkonzept ferner fest, einen Gebäudetrakt an der Jostenallee neu zu bauen. Das wäre eine, so wörtlich, sehr große Baumaßnahme, doch könnten die Containeranlage und der Standort Annostraße aufgegeben werden.

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