Sponsoren sollen Schützen-Ampelmännchen in Neuss möglich machen

Umrüstung soll Stadt nichts kosten : Sponsoren sollen Schützen-Ampelmännchen möglich machen

Das „Schützen-Ampelmännchen“ kommt – wenn die Umrüstung die Stadt nichts kostet. Mit dieser sybillinischen Entscheidung verwies die Politik einen Antrag der SPD-Fraktion sozusagen zurück an die Bürgerschaft.

Nicht ohne, dass sich Constanze Stroeks, die diesen „netten und charmanten Antrag“, wie sie selbst sagt, für die SPD-Fraktion begründet hatte, die erwarteten Kommentare dazu  anhören musste. Aber Stroeks bleibt dabei: Am Ende ist mit dem Schützen-Ampelmännchen (und einem intelligenten Marketing) noch Geld zu verdienen.

Was sie zu der Annahme bringt?  Eine riesige Resonanz aus der ganzen Stadt, kaum dass die Idee von den Medien verbreitet worden war – und viele Anrufe von Agenturen und Werbefirmen, die schon einmal versuchten, einen „Fuß in die Tür“ zu schieben.

Nett, aber nicht lebenswichtig nennt auch der Neusser Schützenpräsident und CDU-Stadtverordnete Martin Flecken den Vorstoß der Sozialdemokraten. Was ihn dabei aber stört: Die Schützen würden in den Augen vieler Neusser für neue Ausgaben sorgen, wo doch der Bürger-Schützen-Verein genau das Gegenteil möchte – indem er zum Beispiel im Vorjahr darauf verzichtet hat, Baustellen nur für die Schützenfesttage zu schließen, damit dort marschiert werden kann. Lieber habe man den Zugweg geändert. Er beantragte deshalb, Sponsoren für die Ampelumrüstung zu suchen. Schützenzüge, zum Beispiel, die dafür auf kleinen Tafeln an  den Ampeln namentlich genannt  werden könnten.

Die Grünen hatten Probleme mit dem Auftrag an die Verwaltung, die Umsetzung zu prüfen. Ihr Vorsitzender Michael Klinkicht sähe auch eine „Ampelfrau“ gerne. Und auch „Die Linke“ ist wenig begeistert. Ob denn nur die Schützen Kulturträger in Neuss seien, fragt der Fraktionsvorsitzende Roland Sperling.

Mehr von RP ONLINE