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Nettetal: Vereine raufen sich zusammen

Nettetal : Vereine raufen sich zusammen

Viele Bürger wünschen sich, dass die Vereine in Breyell stärker zusammenarbeiten. Nun haben sich die heimatpflegenden Vereine getroffen und diskutiert, wie das funktionieren könnte.

"Breyell ronköm boaven aan" – mit der Spitzenstellung, die Werner Korzikowski, Vorsitzender des Heimatvereins Henese Fleck, gern beschwört, ist es nicht weit her. Breyell hat zweifellos die Anlagen, besser dazustehen als zurzeit. Aber dazu müsste man die vorhandenen Kräfte bündeln. Das haben viele Bürger den Akteuren sogar schriftlich gegeben: In der Umfrage der Breyeller CDU gab es immer wieder Anmerkungen dahingehend, dass sich nicht nur mehr bewegen müsste, sondern dass die infrage kommenden Vereine ihre Gemeinsamkeiten besser nutzen sollten.

Der Vorstand des Breyeller CDU-Ortsausschusses um den Vorsitzenden Holger Michels bat nun die heimatpflegenden Vereine zu einem Gespräch. Heimatverein, Förderverein Lambertiturm und Verkehrsverein sind neben dem Werbering erste Ansprechpartner. Die CDU hatte eingeladen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Verbesserung in der Vereinswelt auszuloten. "Breyell braucht eine starke gemeinsame Stimme", forderten Bürger in der Umfrage. Damit war nicht nur die Politik gemeint.

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Entgegen kommt allen der Prozess, der zum Stadtentwicklungskonzept führt. Dazu wird eine Stadtteilkonferenz vorbereitet, in der ein möglichst einheitliches Bild für das weitere Verfahren vermittelt werden sollte. Die Zukunft der Fußgängerzone, die Gestaltung des Lambertimarkts, das Warenangebot im Einzelhandel, die Parkplatzbewirtschaftung, Ausweisung neuer Baugebiete und generelle Nachwuchssorgen der Vereine waren nur einige Themen, die diskutiert wurden. Die Meinungen in der Runde zur Ortsentwicklung gehen nach Angaben von Holger Michels nicht weit auseinander. "Wir haben uns darauf geeinigt, künftig regelmäßige Treffen zum Meinungsaustausch von Breyeller Bürgern, Vereinen und Politik zu vereinbaren", sagte Michels.

Er favorisiert die engere Zusammenarbeit und ein abgestimmtes Vorgehen der Vereine. Auch die Möglichkeit, im Verbund eines Bürgervereins oder einer Breyeller Bürgerstiftung gemeinsam zu agieren, sei beraten worden. "Darüber werden die betreffenden Vereine jetzt erst einmal intern reden. Ich bin ehrlich – ich fände es hilfreich, wenn wir mehr Gemeinsamkeiten fänden. Im Stadtrat und in seinen Ausschüssen wäre die Arbeit für Breyell auch einfacher, wenn wir klar die Meinung möglichst vieler Vereine und natürlich der Bürger vertreten könnten. Wir müssen aber wissen, was gewollt ist, und es ist immer besser, wenn man mit einer Stimme sprechen kann", sagt Michels. Das sei in anderen Stadtteilen immer wieder zu beobachten.

(RP)