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Nettetal: Wo die Stadt Millionen Euro verbaut hat

Nettetal : Wo die Stadt Millionen Euro verbaut hat

Mitglieder des Stadtrates ließen sich von Bürgermeister Wagner und der Technischen Beigeordneten Fritzsche Bauten vorführen, die aus Mitteln des Konjunkturpakets II und mit Landesförderung neu gebaut und saniert wurden.

Bürgermeister Christian Wagner ist am Mittwochnachmittag zur Hölle gefahren. Ihn begleiteten die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche, sein Stellvertreter Harald Post und zahlreiche Ratsmitglieder. Die neue Sporthalle in Kaldenkirchen, von den TSV-Handballern "Hölle West" getauft, war die letzte Station einer Rundfahrt des Ältestenrats auf den Spuren millionenschwerer Investitionen der vergangenen Jahre.

Die RP hatte bei der Eröffnung der neuen Sporthalle am Gymnasium in Lobberich gemutmaßt, das sei wohl die letzte ganz große Investition für viele Jahre. Die Folgen der Wirtschafts- und Bankenkrise 2008 und neue Gesetze zur Kinderbildung und -betreuung waren noch nicht abzusehen. Der Bund schnürte zur Belebung der Wirtschaft das Konjunkturpaket II, die Städte machten sich an den Ausbau von Kindergärten und Schulen.

Das eindrucksvolle Ergebnis in Nettetal erläuterten Wagner und Fritzsche während der Fahrt, die vom Rathaus in Lobberich vorbei an der Mensa des Gymnasiums (Kosten: 1,1 Mio. Euro mit Förderung aus dem 1000-Schulen-Programm) nach Hinsbeck führte. Mehr als 500 000 Euro steckte die Stadt in ihren Kindergarten "Spatzennest" für Umbau, Erweiterung und Dachsanierung. Parallel dazu wurde für 245 000 Euro (ungefördert) das Feuerwehrgerätehaus erweitert und modernisiert. Knapp ein Drittel steuerten Wehrleute mit Eigenleistung bei.

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Im Parkstübchen, das als "Dorfgemeinschaftseinrichtung" nach der anfangs umstrittenen Sanierung für 270 000 Euro (gefördert vom Land) ein gut besuchter Treffpunkt geworden ist, sahen sich die Rundfahrer um. Es gab viele anerkennende Worte zum Ergebnis.

Der neue Kindergarten Bongartzstift wurde für fast zwei Millionen Euro an der Mühlenstraße in Lobberich errichtet. Er gilt als architektonischer und inhaltlicher Meilenstein. In der Gesamtschule in Breyell wurden die Fenster ausgetauscht. Sie erhielt das ZDI-Zentrum und Inklusionsräume als Neubau. Der wird schon wieder aufgestockt, um den fünften Zug und die erweiterte Oberstufe unterzubringen. Saniert wurden die Dächer. Als Beitrag zur Inklusion erhielt das Gebäude zwei Aufzüge, die nicht gefördert wurden und 270 000 Euro kosteten. Die anderen Baumaßnahmen summieren sich auf mehr als 900 000 Euro.

Fenster wurden auch im Schulzentrum Kaldenkirchen erneuert, an der Gemeinschaftsgrundschule außerdem das Dach saniert (Gesamtkosten hier 161 000 Euro, an der Realschule 211 000 Euro). Fast genau eine Million Euro stecken in der gemeinsamen Mensa von Haupt- und Realschule, die mit Landesmitteln gefördert wurde. Nach einem Blick dort hinein, wanderte die Gruppe weiter zur Sporthalle "Hölle West", die mit Passivhaus-Technik errichtet wurde und 3,4 Millionen Euro verschlang.

In Kaldenkirchen haben auch städtische Töchter geklotzt: Die Baugesellschaft errichtete zwei Studentenhäuser und für das DOH ein Wohnhaus, in dem 14 behinderte Menschen leben — es ist inzwischen bezogen. Die Stadtwerke errichteten gegenüber für knapp drei Millionen Euro den Saunapark Finlantis, der sehr gut besucht wird. Auf der Rückfahrt ging es durch den Gewerbepark Venete, wo am Montag der neue Autobahnanschluss eröffnet wird. Fritzsche wies darauf hin, dass die Stadt den Kindergarten Leutherheide für 276 000 Euro ausbaute, Geld aus dem Konjunkturpaket auch nach Schaag (Grundschule 12 000 Euro) und in nicht-städtische Einrichtungen in mehreren Stadtteilen (ev. Kindergarten Lobberich, 151 000 Euro) floss, wo Träger Kindergärten ausbauten. Das geschieht im evangelischen Kindergarten Lötsch, wo 250 000 Euro verbaut werden. FRAGE DES TAGES

(RP/rl)