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Nettetal: Menschenrechte und Weltwirtschaft

Nettetal : Menschenrechte und Weltwirtschaft

Seit 2009 befasst sich Amnesty International mit den Zusammenhängen wirtschaftlicher Aktivitäten von Unternehmen und dem Schutz von Menschenrechten. Die Nettetaler Gruppe lädt zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 24. Oktober, nach Hinsbeck ein. Im Parkstübchen an der Parkstraße 3 wird Sabine Blom vom "Eine-Welt-Netzwerk" in Düsseldorf die vorgenannten Zusammenhänge und ihre Auswirkungen auf die Menschenrechte in großen Teilen der Welt beleuchten.

Amnesty International weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Medien vielfach darüber berichten, dass Unternehmen weltweit aktiv gegen Menschenrechtsstandards verstoßen. Als Beispiele nennt Amnesty die fortwährende Unterdrückung von Gewerkschaften, das Verbot des Streikrechts, die Zerstörung von Lebensgrundlagen und gravierende Gesundheitsschädigungen durch die Ansiedlung von Industrieanlagen, Zwangsräumungen und Vertreibungen, schlechte Arbeitsbedingungen, menschenunwürdige Löhne und Kinderarbeit.

Auch wenn diese Menschenrechtsverletzungen weit von Nettetal entfernt zu sein scheinen, so ist nach Auffassung von Amnesty festzuhalten, dass "durch die globale Wirtschaft und die Aktivitäten der multinationalen Konzerne auch unsere nationale Wirtschaft und unser Konsum von diesen Zusammenhängen betroffen sind. Aus diesen Gründen wollen wir uns gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule Viersen mit dem Thema Wirtschaft und Menschenrechte befassen".

Ein Schwerpunkt bei der Veranstaltung auf die Frage gelegt werden, in welcher Weise Bürger "vor Ort" und individuell Konsequenzen ziehen können. FRAGE DES TAGES

(RP/ac)