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Moers: Großwindräder werden angeliefert

Moers : Großwindräder werden angeliefert

Schwertransporter rollen ab morgen nachts für das Windprojekt "Kohlenhuck" an.

Das wohl größte Energiewendeprojekt am Niederrhein geht jetzt auf die Zielgerade. Im Moerser Norden entsteht auf einer ehemaligen Kohlehalde in Sichtweite zum Asdonkshof der Windpark Kohlenhuck. Vier Groß-Windkraftanlagen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 20 Millionen Euro werden errichtet. Die vorbereitenden Arbeiten laufen seit Wochen schon. Ab Morgen sollen die ersten Schwertransporter anrollen, wie die Enni gestern mitteilte.

"Aktuell liegt das Projekt voll im Zeitplan und wird nun auch für Bürger sichtbar", kündigt Bauleiter Bernd Rosebrock für Mittwoch bereits die Anlieferung erster Anlagenbauteile an. Dann wird der wenig befahrene Kohlenhucker Weg je nach Baufortschritt gesperrt sein. "Da die Schwertransporte weitestgehend nachts anrollen, werden die Anwohner jedoch hiervon wenig merken." Beteiligt sind an der Investition die ENNI RMI Windpark Kohlenhuck investieren die RAG Montan Immobilen (RMI), die Mingas-Power (Mingas) und der Moerser Energieproduzent Enni Energie & Umwelt Niederrhein (Enni).

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Ein Spezialkran ist bereits vor Ort und wartet darauf, die samt Rotor bis zu 190 Meter hohen Windmühlen sukzessive zusammenzusetzen. Deren Bauteile kommen nun nach und nach an den Niederrhein. Die Komponenten stammen aus verschiedenen Enercon-Werken und gelangen teils direkt über die Autobahn oder per Schiff mit Zwischenstation über den Niag-Hafen in Wesel nach Moers. Anders als beim im Frühjahr eingeweihten Enni-Windpark in Moers-Repelen wird die finale Bauphase aber länger dauern.

Bis die vier Windräder Ökostrom produzieren, werden noch einige Wochen vergehen. Im März 2017 soll die erste Anlage den Probebetrieb aufnehmen, teilte die Enni gestern mit. Bis Mai sollen dann alle Anlagen an das Stromnetz angeschlossen sein. "Mit jährlich rund 32 Millionen Kilowattstunden Ökostrom können wir dann weitere rund 9000 Haushalte mit Ökostrom versorgen", sagt Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer. Er verweist darauf, dass damit die regenerative Erzeugungsquote der Enni auf über 30 Prozent des Strombedarfs in Moers und Neukirchen-Vluyn ausgebaut wird.

(RP/sep)