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Moers/Niederrhein: Donum Vitae stellt das Programm für die Zukunft vor

Moers/Niederrhein : Donum Vitae stellt das Programm für die Zukunft vor

Der vor 14 Jahren von Laien gegründete Verein Donum Vitae für Schwangerschaftskonflikt- und allgemeine Schwangerenberatung stellt den Höchstwert Leben in den Mittelpunkt. In der für den Unteren Niederrhein zuständigen Geschäftsstelle in der Moerser Innenstadt legte das Team jetzt den Jahresbericht 2013 vor und erläuterte sein Programm für die Zukunft.

"Wir sind dabei — frühzeitig" heißt das oberste Gebot. Wichtig dabei sei es, auf die individuellen Bedürfnisse der werdenden Eltern, aber auch ganzheitlich gerade auf die Situation der Frau einzugehen. "Wo sind ihr Schwachpunkte, wo braucht sie Hilfe, beruflich, sozial, gesundheitlich, materiell?" erläutert die Sozialarbeiterin Eva-Maria Schneider die Pläne. In einfühlsamen Gesprächen sollen Wege aus der Konfliktlage gefunden und das Vertrauen in die gemeinsame Zukunft mit dem Kind gefunden werden. "Wir wollen den Frauen Perspektiven für ein Leben mit dem Kind eröffnen und ihr gleichzeitig die Gelegenheit geben, sich mit dem physischen und psychischen Folgen einer Abtreibung auseinander zu setzen", so das Beraterteam.

Das Gespräch mit den Betroffenen soll helfen, ihre persönliche Situation klar zu sehen. Häufig sind die Probleme finanzieller Art, zumal wenn die Mutter noch sehr jung ist. Eine längerfristige Begleitung — bis zu drei Jahren — für Mutter und Kind gehört zum breit gefächerten Angebot des Vereins. Finanziert werden die finanziellen Hilfen zu 80 Prozent vom Land NRW und den Kreisen Wesel und Kleve. Ein Rest muss durch Mitgliedsbeiträge und Spenden aufgebracht werden. Zur Schwangerenberatung gehört auch die Einzel-, Paar- und Sexualberatung. Die Vereinsvorsitzende Theresia Wagner — sie ist gleichzeitig Mitbegründerin — berichtet in der Jahresbilanz von einer spürbaren Zunahme der Beratungen. Die Einbindung in die Beratungsnetzwerke "Frühe Hilfen" hält sie für sehr bedeutend. So wir einen ständigen Kontakt zu Kliniken, Ärzten und Hebammen - und können auf diese Weise unsere Angebote auch für die Zukunft sicher stellen.

(hm)