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Fuißball: Ende der Leidenszeit für Simon Poredda

Fuißball : Ende der Leidenszeit für Simon Poredda

Der Angreifer des Fußball-Landesligisten GSV Moers traf am vergangenen Sonntag in Kleve für seinen Verein.Damit schloss sich für ihn nach dem völlig überraschenden Weggang aus der Grafenstadt im letzten Jahr ein Kreis.

Die Gelbe Karte, die ihm in der Klever Volksbank Arena Schiedsrichter Maximilian Fischedick aus Bottrop wegen Ausziehens seines Trikots unter die Nase hielt, wird er sicherlich verkraften können. Schließlich hat Simon Poredda mit seinem ersten Saisontor für den Fußball-Landesligisten GSV Moers drei wichtige Punkte in der Schwanenstadt gesichert. "Jetzt werde ich wohl den Jungs nach dem Training einen ausgeben müssen", sagt der 24-Jährige nach seinem Coup in Kleve.

Mit diesem Tor geht für Simon Poredda ein fast einjähriger Leidensweg zu Ende. Im Frühjahr letzten Jahres verletzte sich Poredda und kam bei den Moersern fortan nicht mehr zum Einsatz. "Behandelt wurde ich auf eine Bänderdehnung, mit der ich — wenn auch nicht ohne ständige Schmerzen — weiter Fußball spielen könne, sagte man mir." Die Verletzung stellte sich später allerdings als Bruch des Innenknöchels heraus. Diese Verletzung stoppte den sportlichen Aufwärtstrend bei Poredda abrupt, der immer einen Einsatz in der Oberliga als Ziel herausgegeben hatte. Mit diesem Wunsch fand er beim TuS Bösinghoven und seinem ehemaligen Moerser Trainer Werner Wildhagen offene Ohren.

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Angelockt durch ein Jobangebot bei einem Sponsor des Oberligisten verließ Poredda völlig überraschend den GSV Moers. "Ich habe nur eine Trainingseinheit in Bösinghoven mitgemacht, die Verletzung warf mich zurück, und ich habe dadurch einfach den Anschluss verloren," so Poredda. Mit der Zeit wurde der inzwischen im Rheinberger Stadtteil Alpsray wohnhafte Fußballer immer unzufriedener und wurde natürlich beim GSV Moers mit offenen Armen empfangen. Aber die Leidensgeschichte war noch nicht zu Ende. Poredda quälte sich gemeinsam mit seinen Moerser Teamkollegen in einem Fitnessstudio. In den Vorbereitungsspielen während der Winterpause kam er nicht zum Einsatz. "Ich weiß, dass ich noch nicht an meinem Leistungslimit angekommen bin, aber ich will der Mannschaft helfen", so der 24-Jährige Angreifer. Eine Einschätzung, die auch sein Trainer Erdem Onat teilt. "Simon ist noch nicht bei hundert Prozent." Aber der flinke Stürmer arbeitet daran, damit die GSV-Anhänger in nächster Zeit wieder viel Freude an dem Angreifer haben werden. Im übrigen hat Poredda dem GSV seine Zusage gegeben, auch in der kommenden Spielzeit den gelb-schwarzen Dress zu tragen. Am kommenden Sonntag werden die Zuschauer am Solimare den Offensivmann der Grafschafter allerdings vermissen. "Ich habe meiner Freundin Jeannette während meiner langen Zeit der Verletzungspause ein Versprechen geben: Sie feiert am kommenden Sonntag Geburtstag und den wollen wir gemeinsam in Hamburg verbringen. Als ich dies alles vorbereitet habe, konnte ich schließlich noch nicht ahnen, dass es sportlich wieder bei mir bergauf geht."

(RP)