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Mönchengladbach: Viele Briten-Häuser verkauft

Mönchengladbach : Viele Briten-Häuser verkauft

Das Geschäft läuft gut. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hatte im November 2009 Hunderte der Wohnhäuser von den britischen Streitkräften zurückbekommen. Der größte Teil ist bereits veräußert.

An der Marienburger- und Bebericher Straße sind elf von 15 so genannten Briten-Häusern verkauft, die restlichen vier werden in Kürze auf den Markt geworfen — und sind dann sicher auch bald weg. An der Rembrandtstraße und am Stakelberg haben drei von vier Häusern neue Eigentümer gefunden, an der Danziger-, Elbiger-, Linden- und Königsberger Straße hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) 54 von 92 Objekten an den Mann oder die Frau gebracht. "Der Verkauf der Häuser läuft ganz gut", sagt Rudolf Paulsberg, stellvertretender Leiter der Abteilung Verkauf bei der Bima. Lediglich an der Holbeinstraße und an der Lilienthalstraße am Rande des Nordparks wurde noch keine einzige Immobilie verkauft. "An den 15 Häusern an der Holbeinstraße und den 115 am Nordpark hat die Stadt Mönchengladbach Interesse angemeldet", sagt Paulsberg.

Kauf keine Sekunde bereut

Torsten Erkens ist einer der neuen Häusle-Besitzer an der Danziger Straße. Als einer der ersten hat er sich zum Erwerb entschlossen. "Am 11. November 2010 habe ich das Haus gekauft, schon drei Monate später konnten wir einziehen." Im Obergeschoss hat Erkens die nicht tragenden Wände eingerissen und aus drei unterschiedliche großen drei gleichgroße Zimmer gemacht. Heizung, Wasserversorgung und Strom sind komplett erneuert worden, und im Erdgeschoss hat er einen großen Ess-Wohnbereich mit offener Küche geschaffen. "Den Garten werde ich so lassen wie er ist, da können meine Söhne prima Fußball spielen", sagt Torsten Erkens. Den Kauf hat er keine Sekunde bereut: "Wir fühlen uns wohl und sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung."

Im November 2009 musste die britische Armee die außerhalb des Hauptquartiers gelegenen Häuser an den Bund zurückgeben — und zwar unrenoviert. Gleich darauf begann die Vermarktung durch die Bima. Die Reihenhäuser, Doppelhaushälften und frei stehende Gebäude stammen aus den 50er und 60er Jahren. Bewohnt wurden die relativ einfachen Häuser in Windberg von Angestellten und Angehörigen der britischen Streitkräfte. In hochwertigeren Briten-Häuser am Rande des Bunten Gartens lebten die britischen Offiziere.

Entsprechend schwanken die Verkaufspreise. Die Einfachbauten rund um die Danziger Straße sind schon für 100 000 Euro zu haben — samt Grundstück. Die Preise für die Offiziershäuser wollte Rudolf Paulsberg nicht nennen. Ursprünglich hatte die Stadt versucht, etliche Briten-Häuser zu erwerben, um die Kontrolle über den Weiterverkauf zu behalten. Das sprengte damals das Budget der Stadt.

(RP)