Lokalsport: "Hahn" vorn - aber auch weiter dabei?

Lokalsport: "Hahn" vorn - aber auch weiter dabei?

Der B-Ligist spielt in Gruppe 4 groß auf, dies aber mit kurzfristig verpflichteten Akteuren. Waren sie spielberechtigt?

Bislang hatte fast jede Gruppe der Hallenstadtmeisterschaft etwas zu bieten, das sich so kaum prognostizieren ließ. So war es auch in Gruppe 4. Und das hatte in jeglicher Hinsicht mit dem B-Ligisten Blau-Weiß Wickrathhahn zu tun. Der hatte sich nämlich in den letzten Tagen des alten Jahrtes u. a. mit Pascal Schmitz (Odenkirchen), Soner Karaman (Mennrath), Dennis Richter (1. FC Viersen), Okan Cavus (Hardt) und Swen Wilms (TDFV Viersen) verstärkt. Allesamt waren diese Akteure in der Halle auch dabei. Sportlich führte das mit zehn Punkten und sehr ansehnlichen Leistungen zum souveränen Gruppensieg. Schmitz traf fünfmal. Doch schon während der Spiele deutete sich an, dass es ein Problem gibt.

Denn die Wickrathhahner konnten am Samstag nur die Abmeldungen der Zugänge bei ihren Ex-Vereinen vorlegen. In vergleichbaren Fällen an den Vortagen legten die Klubs zusätzlich ein Schriftstück vor, dass sich der Vorgang bei der Passstelle in Duisburg "in Bearbeitung" befinde. Ist dies nicht der Fall, so habe der abgebende Verein noch ein Einspruchsrecht, hieß es dan n am Sonntag.

Der ausrichtende Stadtsportbund äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorgang, da die Passstelle erst heute wieder besetzt ist. Dann wird es auch eine Entscheidung geben, ob die Wickrathhahner im Turnier bleiben. "Es wäre schon schade, wenn wir wegen einer solchen Geschichte aus dem Turnier ausscheiden", sagte der Sportliche Leiter Naser Baliu. Zwischenzeitlich legte Wickrathhahn einen Ausdruck der entsprechenden Internetseite der Passstelle vor (die entsprechenden Dokumente liegen der Rheinischen Post und Fupa vor). Auf der Seite steht bei allen Spielern, um die es geht, der Status auf "in Bearbeitung". Ob das reicht oder nicht muss nun die letztlich Passstelle entscheiden.

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Nur Fortuna schaffte es, beim 1:1 nicht als Verlierer gegen Wickrathhahn das Parkett zu verlassen. Das brachte den zweiten Gruppenplatz, den das Team von Trainer Dony Karaca im letzten Spiel durch ein 2:2 gegen den Bezirksligisten Giesenkirchen verteidigte. Der schied dann als eigentlicher Favorit der Gruppe aus. "Für uns war eigentlich klar, nachdem wir um den Kader aus Wickrathhahn wussten, dass wir hinter ihnen und Giesenkirchen eigentlich nur auf Platz drei landen werden", sagte Karaca. "Wir haben die Aufgabe aber angenommen, uns vorbereitet. Wir haben zwar nicht den attraktiven Hallenfußball gespielt, weil wir dafür nicht die Leute haben, uns aber etwas überlegt. Und das haben wir hervorragend umgesetzt."

Bitter verlief der Nachmittag für Giesenkirchen, das mit einem 4:1 gegen Geistenbeck und einem 8:4 gegen Turanspor starteten und eigentlich auf Kurs waren. Doch dann folgte ein 3:6 gegen "Hahn", das erst am Ende so deutlich wurde und lange mehr als offen war. Beim abschließenden 2:2 reichten zwei Treffer von Jeff Mrowka nicht zum Sieg. So, wie Fortuna nun noch in die Endrunde rücken könnte, wäre ein Einzug der Giesenkirchener in die Zwischenrunde möglich, sollte Wickrathahn ausgeschlossen werden. Heute Abend, wenn die Gruppe 6 beginnt, dürfte das geklärt sein.

Keine Chance hatten ungeachtet der ganzen Vorgänge Geistenbeck und Turanspor. Der C-Ligist Turanspor freute sich immerhin über neun Tore, wenn auch ohne Punkt, weil sich Geistenbeck im direkten Vergleich beim 7:3 wenigstens einen Sieg sicherte.

(kpn)