Fußball : Duell der Trainer-Haudegen

Axel Malchow und Norbert Müller sind zwei der Trainer, die in der Fußball-Bezirksliga am längsten im Geschäft sind. Am Sonntag (15 Uhr) treffen sich ihre Teams, der Rheydter SV und TuS Wickrath, im Grenzlandstadion zum Topspiel.

Sie sind schon zu lange im Geschäft, um sich in irgendeiner Art und Weise verrückt machen zu lassen. Selbst wenn das Topspiel der Bezirksliga zwischen ihren beiden Teams ansteht, bleiben sowohl Axel Malchow als auch Norbert Müller in der Vorbereitung auf die Partie die Ruhe selbst. „Für die Jungs ist das sicher etwas Besonderes“, sagt Malchow über seine Spieler des Rheydter SV, die am Sonntag (15 Uhr) an der Nordstraße den TuS Wickrath empfangen. Und meint, dass es für ihn nur eins von 30 Spielen in dieser Saison ist.

Diese ist für die beiden Kontrahenten bislang mehr als ordentlich angelaufen. Der RSV steht mit sechs Siegen aus acht Spielen an der Tabellenspitze. Die Wickrather haben lediglich wegen der 1:4-Pleite am vergangenen Wochenende in Nievenheim drei Punkte weniger. „Wir gehen aber als klarer Außenseiter ins Spiel“, sagt Norbert Müller.

Müller sucht elf gesunde Spieler

Denn seine Mannschaft, die der 52-Jährige seit acht Jahren trainiert, plagen weiter Personalprobleme. Die Stammspieler Mike Hoffmann, René Rademacher, Christian Molls und Lukas Warzeycha fallen seit der Vorbereitung aus. „Und nach seiner Roten Karte müssen wir auch noch vier Wochen auf Marc Hastenrath verzichten“, sagt Müller bereits mit Blick auf die kommenden Aufgaben gegen den SV Lürrip, beim VfR Krefeld-Fischeln II und bei den Sportfreunden Neuwerk. Derzeit suche er noch „elf gesunde Leute, die ich aufstellen kann“. Keine optimalen Voraussetzungen für ein Spitzenspiel. Beim RSV fallen mit Duysal Altinli und Christian Brasser lediglich zwei Spieler wegen Verletzungen definitiv aus.

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Doch wer die Wickrather bereits vor dem Derby abschreibt, ist schlecht beraten. „Einen Favoriten gibt es nicht“, sagt Malchow, seit 1986 Trainer und seit drei Jahren verantwortlicher Mann an der Seitenlinie im Grenzlandstadion. „Es wird schwer, diese Mannschaft zu schlagen.“ Bislang gelang das nur dem ASV Süchteln sowie eben vergangenen Sonntag Nievenheim. „Wir sind an unsere Punkte bisher sehr glücklich gekommen“, räumt Müller ein und will sein Team schon gar nicht in den Aufstiegskampf reden. Auch Axel Malchow betont zwar, dass derjenige, der „bei dem Tabellenplatz nicht motiviert ist, auch fehl am Platz ist“, nennt das Wort Aufstieg trotz Tabellenposition eins aber nicht. „Wir denken von Spiel zu Spiel.“ So, wie der 55-Jährige es in den vergangenen Jahren immer getan hat.

Und so wird es am Sonntag vor allem eins: das Duell zweier Trainer-Haudegen. Zweier Männer, die sich vor dem Spiel nicht in die Karten schauen lassen. „Wir werden aber unser Spiel durchziehen und uns nicht nach dem Gegner richten“, verrät Axel Malchow. Um mehr zu verraten, ist er zu lange im Geschäft.

(RP)