Mönchengladbach: Grabeskirche: Helfer gesucht

Mönchengladbach: Grabeskirche: Helfer gesucht

Die ehemalige Pfarrkirche St. Elisabeth Untereicken ist zu einem besonderen Bestattungsort geworden. Damit sie täglich geöffnet sein kann, werden Ehrenamtler gesucht, die nach dem Rechten schauen und Auskünfte geben.

Was auf dem Abteiberg klappt, sollte in Untereicken auch funktionieren. Hofft man in der Grabeskirche an der Ecke Hohenzollern-\x0e/\x0eBergstraße. Als es im vergangenen Jahr hieß, das Münster könne nur noch am Wochenende offen gehalten werden, meldeten sich spontan etliche Freiwillige, die die Wache in dem ehrwürdigen Wahrzeichen der Stadt ehrenamtlich übernahmen. Bis heute mit Riesenerfolg.

Ähnliches wünschen sich Gemeindereferentin Ulrike Gresse und der Geschäftsführer der Grabeskirche, Frank Cremers. Sie laden Ehrenamtler ein, sich in der ehemaligen Pfarrkirche St. Elisabeth zu engagieren. Da geht es um so profane Dinge wie Blumenpflege und das Auswechseln der Kerzen, aber auch um Führungen durch das außergewöhnliche Gotteshaus, Erläuterungen zur Geschichte der Kirche und deren Umwidmung sowie um pastorale Dienste.

Das erste Treffen für alle Interessierten ist am Donnerstag um 17 Uhr im Altarraum der Grabeskirche. "Wir wollen so viele Menschen wie möglich für das Ehrenamt in der Grabeskirche begeistern”, sagt Ulrike Gresse. "Bei uns gibt es so viel Unterschiedliches zu tun, da müsste jeder das Passende für sich finden.” Jeder könne außerdem für sich festlegen, wie viel Zeit er in das Ehrenamt investieren möchte.

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Am 1. November des vergangenen Jahres wurde die Grabeskirche feierlich eingeweiht ­ als zweite Begräbnisstätte ihrer Art im Bistum Aachen. Damit ging eine Zitterpartie für die Gemeinde St. Elisabeth zu Ende. Denn zeitweise sah es recht düster aus um das markante Gotteshaus aus den 30er Jahren. Sogar vom Abriss der Pfarrkirche war damals die Rede.

Als Grabeskirche mit ihren insgesamt 1624 Grabstätten in den Säulen und Wänden der Kirche ist sie auf Dauer gesichert. "Mehr als 40 Kammern sind bereits belegt”, sagt Frank Cremers. "Etwa zwei bis vier Bestattungen haben wir jede Woche.” Und 250 Kammern seien schon für die Zukunft verkauft. "Unser Konzept geht auf. Immer mehr Menschen kommen in die Gedenkgottesdienste, und viele haben Interesse an der ersten Grabeskirche in Mönchengladbach.”

Damit diese weiterhin täglich von 10 bis 17 Uhr offen bleiben kann, ist Hilfe nötig. Lektoren werden gebraucht, Kreuzträger und Menschen, die Texte, Lieder und Gebete auswählen und vortragen möchten. "Niemand muss Angst vor seiner neuen Aufgabe haben”, sagt Ulrike Gresse. "Alle Ehrenamtler werden von uns vorbereitet.” Nach dem ersten Treffen wird es weitere Termine geben, zu denen Interessenten kommen können. "Jeder kann jederzeit einsteigen.”

(RP)
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