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Sozialausschuss: Seniorenarbeit in Mettmann stützt sich aufs Ehrenamt

Soziales in Mettmann : Seniorenarbeit Mettmann stützt sich aufs Ehrenamt

Der Sozialausschuss debattiert heute über die Jahresberichte der Initiativen. In Mettmann-West fehlt ein Anschlussprojekt. Und städtische Gelder könnten großzügiger fließen.

Wenn Robert Güde von der Caritas in Mettmann Süd außerplanmäßig und ohne Zeitdruck zu einem Gespräch bereitsteht oder den Bücherschrank öffnet. Wenn Susann Ribbert vom Begegnungszentrum des Deutschen Roten Kreuzes, DRK, das Sorgentelefon bedient oder Hans Duncker von der Arbeiterwohlfahrt den Senioren in Mettmann nicht bloß ein warmes Essen vor die Tür stellt, sondern manchmal der einzige Kontakt an diesem Tag ist – und natürlich für ein Schwätzchen bleibt – dann lässt sich all das nur sehr schwer in „Verwendungsnachweisen“ aufführen. Auf eben jenen aber beruhen die Berichte, die der Mettmanner Sozialschuss im Rahmen seiner Sitzung heute Abend in der Neandertalhalle diskutieren wird. Die nüchternen Aufzählungen geben in keiner Weise wieder, was das Engagement dahinter für Mettmanns Senioren bedeutet. Knapp 30.000 Kontakte – ob persönlich oder telefonisch – meldet allein die Initiative „Wir im Quartier“, zu der sich fünf Begegnungsstätten in Mettmann zusammengeschlossen haben.

Die eingangs Genannten in Mettmann stehen stellvertretend für viele weitere Ehrenamtler in Mettmann, die sich um Senioren kümmern, ihnen beim Machen von Impfterminen helfen, sie zum Impfzentrum nach Hochdahl fahren oder Behördenschreiben erläutern. Vor fünf Jahren haben sich fünf Begegnungsstätten unterschiedlicher Träger in Mettmann zu dem Netzwerk „Wir im Quartier“ zusammengefunden.

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Die Idee dahinter: Gemeinsam können sie mehr ausrichten als jeder für sich allein. Die Programme der Begegnungsstätten sind mittlerweile aufeinander abgestimmt, damit die Angebote für die Senioren möglichst vielfältig sind. Und damit jeder Bescheid weiß, liegen in jeder Einrichtung auch die Flyer der Anderen aus. „Wir im Quartier“ ist für alle da: Von Groß bis Klein von Jung bis Alt.

In der Haushaltsdiskussion 2021 wurde viel über die „freiwilligen Leistungen“ der Stadt diskutiert – und wie man sie möglichst einspart. „Natürlich könnten die Zuschüsse der Stadt höher sein“, sagt Hans Duncker. Aber nur leise und in Verbindung mit dem Hinweis, dass die letzte Anhebung noch gar nicht so lange her ist. In Mettmann-West brauche es auch weiterhin Quartiersarbeit für Senioren – heißt es klar und eindeutig im Abschlussbericht des entsprechenden Diakonie-Projektes.