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Kreis Mettmann: Weniger Vandalismus in Bus und Bahn

Kreis Mettmann : Weniger Vandalismus in Bus und Bahn

Zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro muss die Rheinbahn jährlich in die Beseitigung von Vandalismusschäden in den Bussen und Bahnen stecken. Doch die Hochzeit, in denen immer neue Graffiti, immer neue Zerstörungen an Wänden, Polstern und Bänken in den Wagen festzustellen waren, sind wohl vorbei, meint Rheinbahnsprecher Georg Schumacher. Vor allem die ausgebauten Videokontrollen und die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern und Sicherheitsleuten haben auch bei der Regio-Bahn im Kreis Mettmann und bei der Deutschen Bahn zu weniger Vandalismusschäden geführt.

300 000 Euro Graffiti-Schäden

Allein die Graffiti verursachen jährlich einen Schaden von rund 300 000 Euro bei der Rheinbahn. Dazu kommt eine halbe Million für zerstörte Polster und Bänke. "Alles zusammen eine Schadenssumme, gegen die wir Maßnahmen ergriffen haben", sagt Schumacher. Ein speziell erstelltes Kataster für die verschiedenen Graffiti soll bei Ergreifung von Tätern möglich machen, dass ältere Straftaten zuordenbar sind. Vor allem die Scheiben-Schäden durch sogenanntes Scratching hinterlässt tiefe und teure Spuren in den Glasscheiben der Wagen.

Bei der Deutschen Bahn, die mit der S8 neben der S28 die zweite Linien durch das Kreisgebiet laufen lässt, spürt man ebenso weniger Vandalismusschäden. Natürlich seien Züge und Wagen, in denen Partybesucher unterwegs sind eher Ziel von Zerstörungen als andere Züge, sagt ein Bahnsprecher. Da gebe es aber keinen Unterschied zwischen Stadt und Land. Es gebe auch keine Unterschiede zwischen der Großstadt Düsseldorf und kleineren Städten wie Mettmann, Erkrath oder Hilden, bestätigt Schumacher für die Rheinbahn. Die Regio-Bahn musste bei ihren Linien im Kreis ebenso weniger Geld für die Beseitigung von Schäden ausgeben. Waren es 2010 noch rund 4300 Euro, sank die Zahl in 2011 auf nur noch 2200 Euro. "Es wird weniger, da auch die Überwachung intensiver wird", sagt Geschäftsführer Joachim Korn. Das Traurige: Seit 2008 wurden bei der Regio-Bahn nur zweimal Täter auf frischer Tat ertappt. Ein ermittelter Täter war verurteilt, er war jedoch mittellos. Bei den anderen 13 Anzeigen wurden die Täter nicht ermittelt.

(RP)