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Mettmann: Geburtstagsgrüße an der Tür

Mettmann : Geburtstagsgrüße an der Tür

Der Besuchsdienst der katholischen Kirche überbringt die besten Wünsche der Pfarrei. Die Senioren sind dankbar für die Visite und brauchen manchmal auch ein wenig Trost.

Seit mehr als 20 Jahren macht Gisela Dahme mit. Sie besucht im Auftrag der katholischen Kirche Menschen aus der Pfarrgemeinde St. Lambertus und übermittelt ihnen Geburtstagsgrüße des Pastors. "Es macht mir Spaß", sagt sie. Früher hat sie besonders die Bewohner des St. Elisabethhauses besucht. Heute schellt sie auch an anderen Türen.

Margret Wermelskirchen organisiert den Geburtstags-Besuchsdienst seit zwei Jahren, hat aber vorher bereits über zehn Jahre Menschen mit ihrem Besuch erfreut. Heute arbeitet sie als "Springerin". Das bedeutet: Wenn einer der Ehrenamtler nicht kann, übernimmt sie dessen Aufgabe. Sie bringt zum jüngsten Treffen eine lange Liste mit Namen und Adressen mit. "Wir gratulieren Menschen ab 75 Jahre und dann im 5-Jahres-Rhythmus." Die 100. Geburtstage übernimmt die Geistlichkeit selbst, fügt sie hinzu.

Viele einsame Menschen

Viele Menschen leben einsam, bekommen keinen Besuch mehr, sind krank oder dement. Die Kinder leben weit weg, weiß Margret Wermelskirchen, Mitglied im Pfarrgemeinderat, im Vorstand der Frauengemeinschaft und tätig im Krankenhaus-Kommuniondienst.

  • Oliver Romrig (links) erzielte acht der
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  • Candice Schnelting (Mitte) erzielte die 1:0-Führung
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  • FCW-Stürmer Jannik Weber erzielte drei Tore.⇥RP-Foto:
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70 Menschen sind es in der Regel in einem Vierteljahr, die besucht werden, wenn diese es wünschen. Dreizehn Ehrenamtler sind es, die mit einer Tafel-Schokolade aus dem Eine-Welt-Laden, mit einem Heftchen mit Sprüchen und Geschichten und mit einem Brief vom Pastor zu den Geburtstagskindern gehen. Die Besuche können ganz unterschiedlich ausfallen. "Manche Leute nehmen uns die Geschenke an der Türe ab, bedanken sich und sagen Auf Wiedersehen", sagt Margret Wermelskirchen. "Andere unterhalten sich mit uns fast eine Stunde. Wir erzählen viel von früher und von Mettmann wie es einmal war", erklärt sie. Auch der häufige Pastorenwechsel in jüngster Zeit ist ein Thema.

"Zwei Herren haben ein Auto", sagt Wermelskirchen. Das sei besonders hilfreich für die Adressaten, die etwas abseits wohnen. Mechthild Bleck ist seit zwölf Jahren im Besuchsdienst tätig. Sie fährt mit dem Rad zu den Menschen. "Viele sind überrascht über die Visite und freuen sich darüber, dass man sie an die denkt." Fünf bis sieben Besuche stehen für jeden auf den Terminkalender im Vierteljahr. Das ist gut zu händeln, sagt Mechthild bleck. Neu dabei ist Karl-Heinz Kuppe. Er hat die Mitteilung im Pfarrblatt gelesen und will als Ehrenamtler mitmachen. Als Lohn empfinden die Besucher die Dankbarkeit, die ihnen ausgedrückt wird. "Es ist schön, jemanden zu erfreuen und vielleicht t auch zu trösten", sagt Margret Wermelskirchen.

(RP/rl)