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Wülfrath: TÜV legt Feuerwehrwagen still

Wülfrath : TÜV legt Feuerwehrwagen still

Die Stadt muss investieren: Die Feuerwehr braucht einen Einsatzleitwagen und ein Mannschaftstransportfahrzeug. Der Bauhof benötigt einen neuen Lkw – vor allem für den Winterdienst.

Die Stadt muss investieren: Die Feuerwehr braucht einen Einsatzleitwagen und ein Mannschaftstransportfahrzeug. Der Bauhof benötigt einen neuen Lkw — vor allem für den Winterdienst.

Die Stadt Wülfrath muss in ihren Fuhrpark investieren. Trotz der drückenden Schulden müssen drei Fahrzeuge erneuert werden. Der Bauhof braucht einen neuen Lkw zum Transport von Schüttgütern und Asphalt, vor allem aber als Winterdienstfahrzeug für den Einsatz auf den Hauptverkehrsstraßen. Die Anschaffungskosten für das umrüstbare Fahrzeug werden auf 90 000 Euro geschätzt.

Die Feuerwehr braucht einen neuen Einsatzleitwagen (70 000 Euro) und einen neuen Mannschaftstransportwagen (50 000 Euro). In der Sitzung des Ausschusse für Umwelt und Ordnung legte die Verwaltung die Notwendigkeit der Investition so überzeugend dar, dass die Fraktionsvertreter einstimmig dem Stadtrat die Freigabe der Mittel empfahlen, was dieser in der jüngsten Sitzung auch tat. Angebote werden nach einer Ausschreibung eingeholt.

Der Motor des Bauhof-Lkw ist verschlissen, nicht zuletzt wegen der Last beim Fahren mit Schneeschild, und die Karosserie ist verrostet, vor allem wegen des häufigen Kontaktes mit Salz — mit dem 14 Jahre alten Fahrzeug ist kein Staat mehr zu machen. Die Stadt hat zwar noch zwei Fahrzeuge, die auch im Winterdienst eingesetzt werden, aber in den nachgeordneten Stufen 2 und 3. Die dazu gehörenden Nebenstraßen könnten nicht von Schnee befreit werden, wenn diese Fahrzeuge auf den Hauptstraßen für Verkehrsfluss sorgen müssen.

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Lkw mit spezieller Spurbreite

Ob es nicht möglich sei, ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen, wurde im Ausschuss gefragt. Tiefbauamtsleiter Frank Klatte sagte, für den Winterdienst gebe es spezielle Fahrzeuge mit bestimmter Spurbreite. "Die kriegen wir nicht gebraucht." Kämmerer Rainer Ritsche erklärte, die Verwaltung prüfe grundsätzlich den Kauf von gebrauchten Fahrzeugen. Wo es geht, werde dies gemacht, zuletzt war dies bei einem Feuerwehrwagen der Fall. Ob es nicht günstiger sei, mit Landwirten Verträge zu machen, nach denen diese bei Schneefall mit Traktoren beim Räumen helfen, wurde gefragt. Klatte sagte, dies sei im Einsatzfall nicht sicher zu gewährleisten. "Die Stadt ist aber in der Pflicht."

Ihren alten Einsatzleitwagen musste die Feuerwehr bereits vor einigen Monaten außer Dienst stellen. Der TÜV hatte dem Fahrzeug gravierende Sicherheitsmängel bescheinigt. Die Reparaturkosten von 5000 Euro überschritten den Zeitwert des Fahrzeugs. Da es vollständig abgeschrieben ist, beträgt der Restbuchwert 0 Euro. Zurzeit wird als Behelf ein Mannschaftstransportwagen zweckentfremdet.

Auch der alte Mannschaftstransportwagen ist stillgelegt. Die Reparatur des Achs-, Getriebe- und Motorschadens hätte 8000 Euro gekostet. Ebenfalls unwirtschaftlich, da der Restbuchwert bei 0 Euro liegt.

(RP/rl)