Triathlon: Silke Hamacher bleibt Triathlon treu

Triathlon: Silke Hamacher bleibt Triathlon treu

"Eigentlich wollte ich nur mein Jubiläum nach 25 Jahren Triathlon feiern", erzählt Silke Hamacher. Nun kann sich die Mettmanner Leistungssportlerin über ein tolles Ergebnis beim "Ironman" in Roth freuen.

In 10:12 Stunden bewältigte sie die Langdistanz (3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren, 42,195 Kilometern Laufen/Marathon) und belegte als AK-40-Starterin in der Frauen-Gesamtwertung den 21. Platz. Dabei habe sie sich nicht einmal besonders verausgabt. "So problemlos bin ich noch nie durch einen Wettkampf gekommen, obwohl ich wenig trainiert hatte", gesteht die Ausnahmesportlerin. Silke Hamacher unterbot sogar ihre Zeit bei der Roth-Premiere vor zehn Jahren um vier Minuten.

Wettkampf in Roth ein Klassiker

Ihren Erfolg führt die Mettmannerin darauf zurück, dass sie sehr gut im Training sei und einiges an Erfahrung mitbringe. Die Strecke in Roth kennt sie mittlerweile perfekt, denn dort ging sie bereits zum vierten Mal an den Start. "Dieser Triathlon gefällt mir einfach am besten. Die Strecke ist super und die Stimmung sehr familiär. Es herrscht eine unbeschreibliche Atmosphäre." Der Wettkampf sei einfach ein Klassiker, betont Silke Hamacher.

Mit 3600 Startern verzeichnete der Wettbewerb im Triathlon-Park von Roth einen neuen Rekord. Nationalhymnen und Kurzandachten sorgen schon vor dem Start für Gänsehaut. Das älteste Langdistanzrennen Deutschlands ist auch für die Zuschauer jedes Jahr eine Attraktion. Sie feuern die Sportler begeistert an und sorgen für Hochstimmung. Eine besondere Stelle sei der Solarer Berg. Hier habe man das Gefühl bei der Tour de France am Col du Tourmalet zu sein, schwärmt Silke Hamacher. Natürlich sei auch der Zieleinlauf ein sehr emotionaler Moment. "Wenn die Musikanlage voll aufgedreht wird, der Sprecher einen anfeuert und die Zuschauer jubeln, ist das ein unbeschreiblich schönes Gefühl", so die Ausnahmeathletin. Gegen 22.30 Uhr begann die Finish Line Party, bei der alle Topstarter im Zielraum stehen und auch den letzten Teilnehmer empfangen. Dieses Gemeinschaftsgefühl genießt Silke Hamacher besonders. Für sie ist es die größte Party des Jahres, bei der sie die schönsten Momente erlebt.

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Um die Fränkische Seenplatte zu genießen, blieb die Mettmannerin noch einige Tage länger in Roth. Obwohl sie schon häufiger überlegt hat, sich vom Leistungssport zu verabschieden, reizt Silke Hamacher immer wieder das Erfolgserlebnis. Vom Ehrgeiz gepackt, will sie es beim nächsten Mal unter zehn Stunden schaffen. "Es ist so leicht gegangen, es muss noch schneller gehen", glaubt sie.

Stillstand unerträglich

Ob beim Sport, im Alltag oder in ihrem Beruf als Lehrerin: Silke Hamacher ist ständig in Bewegung. "Stillstand ist für mich unerträglich im Leben, ich brauche ständig neue Herausforderungen." Neben dem Sport ist ihr größtes Hobby das Radreisen. Mit Gepäck und Zelt geht es auf in andere Länder. Ihr nächstes Ziel sind die White Mountains in den USA. "Die Gegend ist kaum besiedelt. Dort gibt es Waschbären, Braunbären und Elche — und die Dusche wird durch einen Wildbach ersetzt", lacht sie.

Der nächste Wettkampf findet im September statt. Im Kaiserwinkl in Österreich ist ein Premiere-Rennen in der Triathlon-Halbdistanz geplant, bei dem auch drei ihrer Vereinskollegen von Mettmann Sport starten werden.

(RP)
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