Fußball: Frank Kurth verlässt FCW

Fußball: Frank Kurth verlässt FCW

Nach fünf Jahren beendet der Trainer sein Engagement beim Wülfrather Fußball-Niederrheinligisten. Vorsitzender Michael Massenberg bedauert die Entscheidung, blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft.

Im Sommer 2007 verpflichtete der 1. FC Wülfrath Frank Kurth als Coach für seine Verbandsliga-Mannschaft. Der frühere Fußball-Profi (Torhüter bei Rot-Weiß Essen) führte das Team vom Erbacher Berg — damals noch zusammen mit seinem Co-Trainer Andreas Berkenkamp — auf den beachtlichen vierten Tabellenplatz.

In den folgenden Saisons landeten die Wülfrather auf dem vierzehnten, dann auf dem vierten und zuletzt auf dem elften Rang. Angesichts des großen Verletzungspechs in der laufenden Meisterschaft sind der elfte Platz und 22 Punkte aus 18 Spielen bis zur Winterpause durchaus als Erfolg zu werten.

Dennoch hat sich Frank Kurth entschlossen, sein Engagement nach dieser Spielzeit zu beenden. "Ich habe meine Entscheidung zunächst unserem Vorsitzenden Michael Massenberg mitgeteilt", erläutert der FCW-Coach. In einem weiteren guten und intensiven Gespräch habe er seinen Entschluss noch einmal begründet und bekräftigt. "Ich denke, ich habe in den fünf Jahren einen guten Job gemacht. Doch nun glaube ich, dass ein neuer Trainer für frischen Wind sorgen kann." Frank Kurth erwägt, womöglich eine "Fußball-Pause" einzulegen. "Auf jeden Fall habe ich keine Angebote anderer Vereine in der Hinterhand", betont er.

  • Fußball : Wülfrath feiert klaren Heimerfolg

Ein Grund für seinen Entschluss sei die Vereinsphilosophie, die Michael Massenberg konsequent verfolgt. "Die Sparpolitik unseres Vorsitzenden bewerte ich grundsätzlich positiv", erklärt Frank Kurth, der hofft, dass er mit der Mannschaft die Qualifikation für die neue Oberliga schafft. "Ob dann aber das Gesamtpaket für diese Spielklasse reicht, ist zumindest fraglich."

Michael Massenberg bedauert den Entschluss von Frank Kurth: "Er hat gute Arbeit geleistet, stets hohes Engagement gezeigt und schwierige Situationen gemeistert — ich hätte ihn gerne weiter verpflichtet, aber ich muss seine Entscheidung respektieren." Der Vorsitzende ist natürlich überrascht worden und konnte sich noch keine Gedanken über einen möglichen Nachfolger machen.

"Es ist genügend Zeit, wir werden nichts überstürzen", bleibt Michael Massenberg gelassen. "Aber ich bin sicher, dass wir einen geeigneten Trainer finden werden und auch in Zukunft attraktiven Fußball am Erbacher Berg bieten können." Am liebsten in der neuen Oberliga. "Die Qualifikation wäre auch ein schöner Abschluss für Frank Kurth", betont Michael Massenberg.

(RP/rl)
Mehr von RP ONLINE