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Fußball: Die Norder bauen in der Kreisliga A auf viele bewährte Rückkehrer

Fußball : Die Norder bauen in der Kreisliga A auf viele bewährte Rückkehrer

Die Hildener streben nach dem Abstieg aus der Bezirksliga einen Neustart auf ganzer Linie an - und wollen wieder Spaß am Fußball gewinnen.

Sie haben als Aktive schon wesentlich bessere Fußballzeiten an der Furtwängler Straße erlebt. Adin Muminovic (36) und Volkan Denizci (38) trugen zuletzt in der Saison 2004/2005 das Trikot des SV Hilden-Nord - seinerzeit noch in der damaligen Verbandsliga. Jetzt ist das Duo wieder zurück, als Trainer des Kreisliga A-Teams. "Wir haben nie so ganz den Kontakt zum Klub verloren. Deshalb war es für uns auch eine Herzensangelegenheit in dieser schwierigen Situation Verantwortung zu übernehmen. Aber es war schon sehr bitter, wie die Mannschaft innerhalb von vier Jahren dreimal abgestiegen ist. Jetzt schauen wir nach vorne, wollen mit einem völlig neu formierten Kader eine ordentliche Saison spielen", betont der einstige Abwehrstratege Muminovic.

Die beiden Trainer haben, was die Zusammenstellung des neues Kaders angeht, ihr Netzwerk genutzt. Gefühlte 90 Prozent des Personals sind nämlich Neulinge (oder Rückkehrer). Aus dem letztjährigen Aufgebot hielten nur Felix Eisenbart (28), Frank Steinhoff (25) und Torhüter Serhat Göksu (30) dem Verein die Treue. Auch Rolf Lubenow bleibt weiter als Betreuer dabei.

Alle anderen Kicker haben sich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga verabschiedet. Darunter mit Kapitän Thomas Cyrys, Torjäger Frederic Lühr und Fadil Zabeli (alle zum ASV Mettmann) drei Leistungsträger. "Wir fangen jetzt bei null an. Aber alle Jungs waren schon bei der ersten Übungseinheit vergangenen Dienstag mit Begeisterung bei der Sache. Für uns alle ist die Kreisliga A eine Herausforderung, der Aufstieg bestimmt kein Thema. Wir wollen als Team zusammenwachsen und einfach eine gute Saison spielen", sind sich Muminovic und Denizci einig.

Allein die Torhüterposition bereitet dem "gleichberechtigten Trainergespann" etwas Sorge, da derzeit neben Stammkeeper Göksu ein zweiter Schlussmann fehlt. "Wir sind froh, dass wir nach dem großen personellen Aderlass eine gute Truppe zusammenstellen konnten. Adin und Volkan haben daran ebenso ihren Anteil wie unsere Sportliche Leiterin Nadine Handte. Wir müssen jetzt alle gemeinsam für einen ordentlichen Neuanfang sorgen", sagt Geschäftsführer Wolfgang Becker.

Für den Neustart - nach 36 Jahren treten die Norder erstmals wieder in den fußballerischen Niederungen der Kreisliga A an - stehen unter anderem die Rückkehrer Eldan Zijadic, Patrick Pitzer, Murat Hidimoglu, Alper Denizci und Selami Akduman. Als "Königstransfer" gilt indes Offensivmann Petrit Spahija (32), der vergangene Saison für den Bezirksligisten SSV Sudberg 21 Mal ins Schwarze traf und eine Liga tiefer erst recht wissen sollte, "wo das Tor steht".

Das erste Testspiel bestreitet der runderneuerte SV Hilden-Nord am morgigen Sonntag (15 Uhr) auf der Anlage an der Furtwängler Straße gegen den Rather SV II.

(ER)