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Wülfrath: Die Krone ist in guten Händen

Wülfrath : Die Krone ist in guten Händen

Astrid Goldberg und Sohn Lars fertigen die Siegestrophäe für den Schälwettbewerb.Die Kartoffelkönigin oder der -könig wird in Zukunft gekrönt. Das Fest steigt am 6./7. Oktober.

Das Kartoffelfest am 6./7. Oktober soll eine Riesensause werden, verspricht der neue Vorstand der Werbegemeinschaft Wülfrath pro auf seiner Homepage. „Wir haben uns als Ziel gesetzt, über 10 000 Besuchern in Wülfrath ein erlebnisreiches Wochenende zu bieten.“ Und dem Spektakel soll in diesem Jahr erstmals die Krone aufgesetzt werden. Einer der beliebtesten Höhepunkte des Volksfestes ist die traditionelle Kürung der Kartoffelkönigin beziehungsweise des Kartoffelkönigs. Und wer künftig beim Kartoffelschälwettbewerb siegt, soll gekrönt werden. Die Krone als Wülfrather Auszeichnung sollte auch in der Kalkstadt entstehen, dachte sich der Wülfrath-pro-Vorstand. Die Wahl fiel auf die Goldschmiedemeisterin Astrid Goldberg und die von ihr seit zehn Jahren in Wülfrath geführte Goldschmiede.

Sofort Feuer und Flamme

„Ich war sofort Feuer und Flamme, als die Aufgabe an mich herangetragen wurde“, sagt Astrid Goldberg, die vor bald 50 Jahren bereits einen ähnlichen Auftrag erfüllte. Da hatte sie an ihrer Gesellenstelle am Bischöflichen Generalvikariat in Aachen ein Krönchen für eine Ikone geschaffen. In ihrer Freizeit machte sich die Goldschmiedin unterstützt von Sohn Lars und Freunden ans Werk.

Letztere wurden besonders bei der Materialbeschaffung gebraucht, nachdem sie sich nach verschiedenen Entwürfen für eine klassische Kronenform entschieden hatte. Metall, Steine und Webpelz wurden aus „halb NRW“ zusammengetragen. Den Samt für die Innengestaltung stellte der Wülfrather Raumgestalter Wittig zur Verfügung. Schmieden, lackieren, zusammenschrauben, Innenfutter nähen, der ehrenamtlich geleistete Arbeitseinsatz ist gewaltig. „Ab 90 Arbeitsstunden haben wir nicht mehr gezählt“, berichtet Astrid Goldberg. Ein besonderes Problem ist die Gestaltung des Innenraums der Krone. Da Könige und Königinnen der nächsten Jahre verschieden große Köpfe haben, muss die Passform variabel sein. Es wurde eine Lösung gefunden, die auch bei Fahrradhelmen zu finden ist

Kartoffel aus Pappmachee

„Es gibt noch reichlich zu tun“, stellte die Goldschmiedin gestern fest. Unter anderem wird ein Freund noch eine Kartoffel aus Pappmachee fertigen, die die Krone zieren wird. Und am Ende wird noch ein Gehäuse, eine Art Vitrine gebaut, in der die Krone transportiert und aufbewahrt wird. Spätestens am 9. September soll das Kunstwerk fertig sein.

„Das ist ein schöner Auftrag. Wir haben es nicht bereut, ihn übernommen zu haben“ sagte Astrid Goldberg. Die Arbeit mache viel Spaß. „Und außerdem ist es für einen guten Zweck.“

Kartoffelfest, Samstag, 6., und Sonntag,, 7. Oktober

www.wue-pro.de

(RP)