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Erkrath: Modebewusst: Frauenzimmer

Erkrath : Modebewusst: Frauenzimmer

Gabriele Freymann hat an der Hauptstraße 26 eine Nähwerkstatt mit Verkauf eingerichtet.

Wo noch vor einigen Monaten Haushaltswaren verkauft wurden, gibt es jetzt ein Frauenzimmmer – unter dieser Bezeichnung läuft das neue Geschäft im Haus Hauptstraße 26 in Hochdahl. Gabriele Freymann hat sich dort eine Nähwerkstatt eingerichtet und kann ihr breites Angebot an Accessoires endlich auch in angemessenem Rahmen präsentieren. Bisher konnte sie ihre Kundschaft, die sie auf ausgesuchten Kunsthandwerkermärkten im gesamten Bundesgebiet findet, nur im heimischen Wohnzimmer begrüßen. Der Verkauf auf den Märkten wird aber auch nach der offiziellen Eröffnung des Geschäftes am Samstag weitergeführt, betont Gabriele Freymann.

Ich-AG zweites Standbein

Ihr Interesse am Nähen und Fertigen von eigenen Kleidungsstücken und Accessoires wurde übrigens bereits vor 18 Jahren geweckt. Damals während ihrer Schwangerschaft sei sie so gar nicht zufrieden gewesen mit dem Angebot an Umstandsmode und habe halt ihre Garderobe nach ihrem Geschmack aufgepeppt. In zahlreichen Kursen und auch als Autodidaktin hat sie sich das nötige Knowhow angeeignet. Sie betreut inzwischen als Sonderpädagogin in einer Nähwerkstatt Harz-IV-Kräfte.

Als zweites Standbein hat sie vor drei Jahren eine Ich-AG gegründet, verkauft seitdem auf den Kunsthandwerkermärkten unter ihrem Logo „freyfrau“ ihre Kleidungsstücke und Accessoires: insbesondere Pulswärmer, Schals, Mützen, Taschen – alles, was die Kleidung von der Stange (die es bei ihr nicht zu kaufen gibt) ein wenig aufpeppen kann. Ihr Anliegen sei es, Funktionalität mit Dekorativem zu verbinden, betont sie.

Als Gabriele Freymann von dem leerstehenden Ladenlokal an der Hauptstraße erfuhr, hat sie sich gleich darum bemüht. Feste Öffnungszeiten gibt es allerdings vorerst nicht. Bis Ende des Jahres läuft noch ihr Vertrag mit dem Harz-VI-Projekt. In ihrer neuen Nähwerkstatt wird man sie dennoch häufiger finden, Besuche dort sind nach Terminabsprache möglich. Auch individuell nach Kundenwunsch können dort schmucke Kleider entstehen. Stoffe in diversen Qualitäten und Farben liegen bereit, Schnitte gibt‘s auch reichlich. Wobei im Regal die Farbe Schwarz deutlich dominiert.

„Eigentlich wünschen Frauen gerne was Buntes“, so die Erfahrung der Frauenzimmer-Inhaberin. „Aber dann kaufen sie meist was Schwarzes.“ Sie selbst bevorzugt Grün. „Grün ist oft Stiefkind in der Mode“, meint sie. Deshalb setze sie gern grüne Materialien ein, insbesondere dunkelgrüne. Es gibt noch eine weitere Erklärung für ihr Faible: „Ich habe auch grüne Augen.“

(RP)