Meerbusch: Stromkonverter: Wieder Einwände möglich

Meerbusch: Stromkonverter: Wieder Einwände möglich

Die "Initiative gegen den Doppelkonverter Osterath" informiert am kommenden Mittwoch

Die "Initiative gegen den Doppelkonverter in Osterath" ruft die Meerbuscher Bürger auf, erneut Einwände gegen den Bau eines Konverters in Osterath zu schreiben. "Das zweite Konsultationsverfahren zum Netzentwicklungsplan Strom 2013 ist angelaufen", erklärt Norma Köser-Voitz von der Initiative. "Im Herbst vergangenen Jahres wurden in dem vergleichbaren Szenario zum Netzentwicklungsplan 2012 2300 von 3300 Einwänden allein aus Meerbusch an die Bundesnetzagentur eingeschickt. Das war ein grandioser Erfolg."

Ob Netzbetreiber Amprion den geplanten Stromkonverter in Osterath bauen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist: Laut gültiger Gesetzeslage muss der Konverter ans Umspannwerk Osterath angeschlossen werden. Zurzeit untersucht Amprion mögliche Standorte in einem 20-Kilometer-Radius. Der Konzern, der Osterath als Konverterstandort lange Zeit als "alternativlos" bezeichnet hatte, musste einräumen, dass er dabei lediglich technische Faktoren berücksichtigt hatte. Er will gegen Ende des Jahres mindestens zwei mögliche Standorte präsentieren. Die Stadt Meerbusch hat Verfassungsbeschwerde gegen das Bundesbedarfsplangesetz eingereicht. "Wir haben vom Bundesverfassungsgericht eine Empfangsbestätigung erhalten", erklärte Bürgermeister Dieter Spindler (CDU) in der jüngsten Ratssitzung. "Das Gericht hat sich allerdings noch nicht geäußert, wie es mit der Verfassungsbeschwerde umgeht."

Am kommenden Mittwoch, 2. Oktober, wollen Mitglieder der "Initiative gegen den Doppelkonverter" ab 18 Uhr im Restaurant "Trilogia", Hochstraße 29, Tipps geben, wie die Einwandschreiben formuliert werden sollen und auch Hintergründe des Netzentwicklungsplans erläutern.

Köser-Voitz: "Die Einwandfrist endet dieses Jahr am 8. November. Bis dahin können Einwände an die Bundesnetzagentur geschrieben werden."

Einwände Die Stellungnahmen können per Post an Bundesnetzagentur, Netzentwicklungsplan Strom 2013, Postfach 8001, 53105 Bonn geschickt oder per E-Mail gesendet werden an nep-ub-2013@ bnetza.de.

(mrö)
Mehr von RP ONLINE