1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Eltern ärgern sich über Strafzettel bei Schulfest

Meerbusch : Eltern ärgern sich über Strafzettel bei Schulfest

Das Schulfest des Mataré-Gymnasiums zum 50. Jubiläum der Schule war ein voller Erfolg, findet Anja Svoboda, doch eine Sache ärgert die Mutter von Mataré-Schülern nachhaltig: Sie wirft der Stadt Meerbusch vor, das Event ausgenutzt zu haben, um möglichst viele Verwarngelder einzutreiben.

Svoboda wohnt direkt an der Niederdonker Straße, aus ihrem Fenster wurde sie Zeugin, wie eine städtische Mitarbeiterin Eltern beim kurzen Ausladen an der Schule fotografierte. "Die Eltern bekommen jetzt ein schriftliches Verwarngeld nach Haus geschickt", vermutet Svoboda, die auch Klassenpflegschaftsvorsitzende am Mataré ist. Svoboda lobt: "In der Schule wurden viele Delikatessen und aufwendige Spiel- und Aktionsstände angeboten." Weil das Wetter am Freitag schlecht war, mussten die Eltern beim Ausladen kurz vor der Schule halten. Svoboda findet: "Die Eltern vom Matare-Gymnasiums werden für ihr tolles Engagement bestraft."

Auch Schulleiter Christian Gutjahr-Dölls hat dafür wenig Verständnis: "Ich halte das für wenig stilvoll und etwas ärgerlich, dass zu diesem Zeitpunkt Strafzettel verteilt wurden." Die Stadt habe schließlich gewusst, dass an der Schule eine große Veranstaltung stattfand.

  • Meerbusch : Mataré feiert 50 Jahre Schulgeschichte
  • Das Orga-Team jubelt: Luis Cramer (13)
    Trotz schlechtem Wetter : Mataré-Schüler baten zum Essen in Meerbusch
  • Der Bohrkran ist an der Baustelle
    Mobilität in Meerbusch : Wie es am Bahnübergang in Osterath weitergeht

Michael Gorgs, Pressesprecher der Stadt, entgegnet: "Es ist nicht so, dass wir prophylaktisch dort anlässlich des Festes hingefahren sind." Stattdessen habe es mehrere Beschwerden von Anwohnern über chaotische Verkehrsverhältnisse auf der Niederdonker Straße gegeben. Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes habe dann 25 Knöllchen innerhalb einer Stunde verteilt, zum Großteil wegen des Parkens im absoluten Halteverbot. "Da muss eingegriffen werden", so Gorgs. Anja Svoboda sieht das anders: Schon bei der Lesenacht im Frühjahr habe die Stadt Strafzettel verteilt. An normalen Schultagen seien Kontrollen vor der Schule sinnvoll, findet sie. "Aber an so einem Tag ist das Schikane."

(tak)