Leverkusen: Zonta-Preisträgerin will armen Kindern in Kolumbien helfen

Leverkusen: Zonta-Preisträgerin will armen Kindern in Kolumbien helfen

Die 17-jährige Josefine Petrick wurde für ihr soziales Engagement vom Zonta-Club ausgezeichnet. Der Preis soll junge Frauen dazu anspornen, sich in der Gesellschaft einzusetzen.

Bereits im Vorjahr hatte sich Josefine Petrick beim Zonta-Club Leverkusen als Preisträgerin für den internationalen Wettbewerb "Young Women in Public Affairs" beworben und den dritten Platz belegt. Mehr Glück hatte sie in diesem Jahr, denn gestern wurde die 17-jährige Schülerin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zur Siegerin gekürt.

Kein Wunder bei dem Engagement, dass die junge Frau an den Tag legt: Unter anderem ist sie Mitglied der Sozial-AG, Stufen- und Schulsprecherin sowie Organisatorin von Basaren für die Flüchtlingshilfe und von Aktionen zum Thema "Kinderrechte". Als sie den "Tag für Afrika" leitete, kamen insgesamt 5000 Euro Spenden in die Kasse. Auch außerhalb der Schule kennt ihr Einsatz kaum Grenzen.

Petrick ist nicht nur Mitglied und Coach im soziokulturellen Musical-Projekt "Young Stage", sondern auch Unicef-Juniorteamerin. Dass sie regelmäßig Zeitungen liest und Nachrichten schaut, steht für die Schülerin der Stufe 12 außer Frage. Nach sechs Aufenthalt Monaten in Neuseeland plant sie nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr, das sie in Kolumbien bei einer Stiftung für benachteiligte Kinder verbringen will.

Für ihre berufliche Zukunft schwebt ihr die Planung und Realisierung von internationalen Hilfseinsätzen für eine Nichtregierungsorganisation (NGO) vor. Das Zonta-Preisgeld in Höhe von 500 Euro, das alljährlich an besonders engagierte junge Frauen vergeben wird, könnte dazu als kleine Starthilfe beitragen.

Den Preis versteht Zonta als besondere Chance, da er als Sprungbrett für internationales Engagement dienen kann. Er soll überdies Ansporn für andere sein, sich im öffentlichen Leben, in der Politik oder in gemeinnützigen Organisationen einzusetzen, früh Führungsaufgaben zu übernehmen und durch solches Engagement beizutragen, den Status der Frau zu verbessern.

"Die Grundvoraussetzung für die Gleichstellung der Frau ist die ausgewogene Machtverteilung zwischen Männern und Frauen", vertrat Josefine Petrick vor der Jury ihre Meinung. Zur Preisverleihung waren auch Familie, Lehrer, Betreuer und Freunde in die Räume des Kunstvereins Leverkusen im Museum Morsbroich eingeladen, außerdem die vier anderen Bewerberinnen.

"Es war großartig und schwierig eine Auswahl zu treffen", sagte Jury-Mitglied Elke Böhme-Barz. "Solche Leistungen können die Jugendlichen nur bringen, weil sie gute Schülerinnen sind."

(gkf)
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