Handball : Leichlingen jagt dem Fixpunkt nach

Nach dem Irrlichtern durch die Rückrunde hat der Leichlinger TV nun wieder einen Fixpunkt, an dem er sich orientieren kann. Der Auftritt seiner Drittliga-Handballer bei der Mindener Bundesliga-Reserve ist für Frank Lorenzet ein Maßstab für die folgenden Partien. Ziel müsse es sein, "diese Leistung zu konservieren", gibt der Trainer vor. Viermal muss das Team der eigenen eindrucksvollen Vorstellung aus der Vorwoche noch nacheifern, bevor die Saison Mitte Mai ausklingt – auf die heutige Partie gegen Eintracht Hagen (20 Uhr, Halle Am Hammer) folgt eine dreiwöchige Spielpause.

"Hagen ist eine Adresse", so kündigt Lorenzet das Duell an. Ein paar gute Partien aus der gemeinsamen Zeit in der Regionalliga sind ihm noch in Erinnerung. Aktuell kämpfen die Hagener gegen den Abstieg, während sich Leichlingen in dieser Spielzeit wohl auf keine Wunsch-Platzierungen mehr festlegen wird. Zwar ist für den Vierten Rang zwei noch in Reichweite. Aber Lorenzet legt nach eigenem Bekunden keinen gesteigerten Wert auf das Erreichen einer weiteren Westdeutschen Meisterschaft: Schon bei der alljährlichen Mannschafts-Abschluss nach Mallorca "kräht doch kein Hahn mehr danach, ob wir Zweiter oder Vierter geworden sind". Viel wichtiger sei es, dass "wir erhobenen Hauptes aus der Saison gehen" (Lorenzet), mit Leistungen, die an das Erfolgsteam der Vorrunde erinnern.

Wie der LTV schwankt auch Hagen durch die Rückrunde. Zuletzt gelangen nur zwei Siege aus sieben Partien. Von den beiden Leichlingern, die vor der Saison zur Eintracht wechselten, wird heute wohl nur einer in die alte sportliche Heimat zurückkehren: David Kreckler, der nach einer Saison in Hagen noch nicht weiß, wie es bei ihm, weitergeht in der kommenden Spielzeit. Vielleicht bleibe er in Hagen, vielleicht wechselt er sogar zurück zum LTV. "Ich kann derzeit nichts ausschließen, lasse alles auf mich zukommen", erzählt der Linkshänder. Für Bejamin Göller setzte sich derweil auch im neuen Verein sein Verletzungspech fort: Lungenquetschung, Bänderriss, Nasenbeinbruch, Rippenprellung, zuletzt eine ausgerenkte Schulter – so liest sich sein Leidensgeschichte seit dem Wechsel im Vorjahr.

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Da erscheint die Fußverletzung von Matthias Aschenbroich, die er sich in Minden zuzog, vergleichsweise gering. Allerdings wäre sein Ausfall heute (Lorenzet: Ich hoffe, dass er spielen kann") ein schwerer Verlust nach seinen zuletzt starken Vorstellungen.

(RP)