Leverkusen: Elternrat bemängelt die Essensqualität in Kitas

Leverkusen: Elternrat bemängelt die Essensqualität in Kitas

Neben fortgesetzter Kritik am Platzmangel in Kitas gab es auch lobende Worte zum Dialog mit der Verwaltung.

Aufgrund des nach wie vor bestehenden Platzmangels in den rund 40 Kitas hat das Verhältnis zwischen Stadt und dem Stadtelternrat in der jüngeren Vergangenheit arg gelitten. Am Donnerstagabend traf sich der Rat in Rheindorf, 25 Eltern kamen. Doch in den mehr als zweistündigen Gesprächen wurde nicht nur Kritik geäußert - es gab auch positive Wertungen.

Im Sommer hatte sich der Rat zuletzt zusammengesetzt. In Zukunft sollen die Treffen häufiger werden, Eltern wollen sich besser vernetzen. Nur so könne etwas erreicht werden. Und dass Verbesserungen möglich sind, davon sind die Eltern und deren 15-köpfiger Rat überzeugt.

Eltern sind alarmiert und verärgert. Eine Frau beschrieb, sie habe nur einen halben Tag Zeit erhalten, um sich für oder gegen den angebotenen Platz zu entscheiden. "Man steht echt total unter Druck", monierte eine weitere Mutter. Irina Prüm, Vorsitzende des Rats, erklärte, die Schnelligkeit der Abwicklung sei jeder Kita selbst überlassen - und daher rechtens.

Während eine Familie dem Kitaplatz schnellstmöglich zustimmen soll, hat eine andere bis Mai zu warten. "Das kann ich doch nicht tun", betonte die Frau. Prüm erwiderte, im August des laufenden Jahres werde es hart, aber schon im nächsten Jahr werde sich die Situation entspannen. Dann wird unter anderem der Bau der großen Einrichtung in der Heinrich-Lübke-Straße fertig.

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"Man glaubt immer, es täte sich so überhaupt nichts, aber das ist nicht richtig", betonte Prüm. Gleichwohl könnten die Hände natürlich nicht in den Schoß gelegt werden. Momentan noch strahle die fehlende Quantität auf alles aus - auch die Qualität. Die des Essens soll sodann in Zukunft etwas besser erfasst und bestmöglich verbessert werden. Eine recht große Befragung des Rats vor geraumer Zeit ergab, dass gut 84 Prozent der Erzieherinnen das Essen für wenig abwechslungsreich sowie wenig gesund hielten. Noch läuft der Vertrag des Caterers mit der Stadt bis 2020. Erst danach könne auf Besserung gehofft werden.

"Ich glaube, der Schlüssel ist hier der Caterer", sagte Svenja Maibaum. Er brauche Rückmeldungen, erst dann könne er Dinge verbessern. Viele der Eltern seien bereit, auch etwas mehr Geld für mehr Qualität zu bezahlen. Die nötigen Zertifizierungen besitze das Unternehmen jedenfalls. Dass es die Stadt ablehne, das Essen in den städtischen Kitas teurer zu machen, sei aber verständlich. "Alle sollen die gleichen Bedingungen haben. Es soll kein Zwei-Klassen-Essen geben", sagte Irina Prüm.

Die Vorsitzende lobte nochmals den Austausch mit dem städtischen Fachbereich Kinder/Jugend. "Der Dialog ist gut."

(RP)
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