Leverkusen: Achtung und Toleranz als Tanz-Spektakel

Leverkusen: Achtung und Toleranz als Tanz-Spektakel

Bühne frei für das Tanztheater "Respekt". Obwohl die Aufführung im Leverkusener Forum erst für 19. Januar im Rahmen der Benefizgala zugunsten der Aidshilfe geplant ist, probt Tanzpädagogin und Choreografin Suheyla Ferwer schon jetzt intensiv mit der ersten Gruppe.

Bühne frei für das Tanztheater "Respekt". Obwohl die Aufführung im Leverkusener Forum erst für 19. Januar im Rahmen der Benefizgala zugunsten der Aidshilfe geplant ist, probt Tanzpädagogin und Choreografin Suheyla Ferwer schon jetzt intensiv mit der ersten Gruppe.

Es sind elf Jungen und 23 Mädchen der ersten bis vierten Klassen, die am dreiwöchigen Ferienprogramm der Offenen Ganztagsschule OGS Lützenkirchen teilnehmen. Abgesehen davon, dass für die Kinder eine solch intensive Probe nur in den Ferien möglich sei, freue sie sich sehr, sagt OGS-Leiterin Martina Tenhagen, den Kindern ein solch kreatives Projekt anbieten zu können. Sie sei überzeugt, dass es sich positiv auf die Lernmotivation im Schulalltag auswirke. Seit Montag wird täglich fünf Stunden in der Turnhalle geübt.

Suheyla Ferwer und ihre Assistentinnen achten darauf, dass sie die Kinder nicht überfordern. Es gibt ausgiebige Mittags- und kurze Ruhepausen. Immer wieder halten die Kinder inne, konzentrieren sich mit geschlossenen Augen. Jeder Schüler hat eine Aufgabe bekommen. Der Spaß ist den leuchtenden Kinderaugen anzusehen. Dem sechsjährigen Paul zum Beispiel, der als erster ins Scheinwerferlicht tritt.

Oder Alice (9), die aufgrund ihrer Vorerfahrung inoffiziell zum "Dance-Captain" ernannt wurde. Die Schülerin der vierten Klasse versteht es, andere Kinder mitzureißen. Sie versteht die Umsetzung der Musik, die in der Hauptsache aus klassischen Stücken besteht. Suheyla Ferwer hat sie schon lange vorher ausgewählt.

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Ohnehin haben die ersten Vorbereitungen für das Team schon im Januar begonnen. Im 30. Jahr ihres sozialen Engagements hat die Künstlerin zum ersten Mal Fördermittel beantragt. Nun beteiligen sich vor allem die Kunstsalonstiftung und die Erzbischöfliche Stiftung Köln an den Gesamtkosten von rund 15 000 Euro.

Vor Ort wird das Projekt mit Unterstützung von Werbering Lützenkirchen, Bürgerstiftung Leverkusen und Deutscher Bank ermöglicht. Außer den Lützenkirchenern Schülern beteiligen sich auch sechs- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft der Gesamtschule Rheindorf.

Zusammen mit zwei Kölner Bildungsstätten wird das Thema "Träume" nach und nach tänzerisch erarbeitet und während des Winters in das Gesamtprojekt integriert. Durch Respekt der Unterdrückung von Menschen zu begegnen, ist in den Augen der Künstlerin der richtige Ansatz, um jeden Menschen gleichwertig zu behandeln, ihm Achtung und Toleranz entgegen zu bringen. Das und Themen des Lebens sollen die Akteure durch Tanz und Körpersprache zum Ausdruck bringen.

(gkf)
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