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Leichlingen: Hundekot auf dem Spielplatz kann künftig 70 Euro kosten

Leichlingen : Hundekot auf dem Spielplatz kann künftig 70 Euro kosten

Die Stadt Leichlingen soll künftig deutlich härter gegen Hundehalter vorgehen, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht entfernen. So soll das Bußgeld teilweise verdoppelt werden.

Hundehalter, die erwischt werden, wie sie ihre Tiere auf Spielplätze oder andere besonders schützenswerte Räume führen, damit diese dort ihr Geschäft machen, müssen sich darauf einstellen, künftig tief in die Geldbörse greifen zu müssen. Der Leichlinger Haupt-und Finanzausschuss sprach sich in seiner Sitzung am Montagabend einmütig dafür aus, dass die Stadtverwaltung ihre entsprechende ordnungsbehördliche Verordnung prüft und gegebenenfalls so überarbeitet, dass drastischere Strafen verhängt werden können.

Im Laufe der Diskussion, die auf einen Antrag der Bürgerliste Witzhelden-Leichlingen zurückging, wurde auch über konkrete Summen gesprochen.

Ordnungsamts-Leiter Thomas Knabbe berichtete, bisher lägen die einfachen Verwarngelder bei 35 Euro. Erwische man einen Verursacher tatsächlich auf einem Spielplatz, leite die Stadt allerdings sofort ein Bußgeldverfahren ein, dessen Kosten zurzeit bei etwas über 50 Euro lägen.

Genau an dieser Kostenschraube wollen die Politiker nun drehen, weil es - so die übergreifender Meinung aller Anwesenden - nicht hinnehmbar sei, dass sich einige schwarze Schafe immer wieder bewusst über die Vorschriften hinwegsetzen und damit alle anderen belasten.

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Als eine von mehreren Möglichkeiten wurde die Anhebung auf 70 Euro plus Verwaltungsgebühr erwogen, aber auch von 100 Euro war verschiedentlich die Rede.

Kritik erntete die BWL allerdings für ihren Vorstoß, Hundehalter eventuell auch über die Auswertung von DNA-Proben der Häufchen ihrer Vierbeiner ausfindig machen zu können. "Dafür haben wir schlichtweg keine rechtliche Grundlage", erklärte Bürgermeister Frank Steffes (SPD).

SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Ebecke nannte den Vorschlag einen "Law & Order"-Antrag, der wohl ein bisschen übers Ziel hinaus schieße. Einigkeit bestand allerdings darin, dass erhöhte Strafen allein keinen Sinn machen, solange nicht auch mit entsprechender Konsequenz durchgegriffen wird.

In diesem Zusammenhang berichtete Ordnungsamt Leiter Knabbe über personelle Verbesserungen, die es nun möglich machen, künftig auch solche Kontrollgänge wieder verschärft durchzuführen. Allerdings machte der Verwaltungs-Mitarbeiter auch auf ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang aufmerksam: "Wir beobachten immer wieder, dass manche Hundehalter, die auf ihr Fehlverhalten angesprochen werden, ausgesprochen aggressiv reagieren", sagte er.

Auf Hundehalter soll in jedem Fall auch zukünftig erzieherisch eingewirkt werden. Der Empfehlung des Ausschusses zufolge scheinen die Politiker für beratungsresistente Zeitgenossen die Gebührenschraube jedoch klar anziehen zu wollen.

(RP)