Leichlingen: Das sind Kiefers City-Varianten

Leichlingen: Das sind Kiefers City-Varianten

Mehr Transparenz in der Innenstadtfrage fordert Grundstückseigentümer und nach wie vor potenzieller Investor Philipp Kiefer. Er sei enttäuscht vom Ausgang der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag in Leichlingen, sagte Kiefer gestern der RP. Nur bruchstückhaft seien seine Vorschläge wiedergegeben worden, die er in einer E-Mail an den Bürgermeister und an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Ebecke vor der Ratssitzung geschickt habe, beklagt Kiefer.

Dieser zusammenfassenden E-Mail sei am 23. Juni ein Gespräch mit allen Ratsfraktionen, der Industrie- und Handelskammer, der Leichlinger Wirtschaftsförderung und der Stadtpark-Bürgerinitiative vorausgegangen. Und eben dort habe er seine Vorschläge unterbreitet, betont Kiefer. "Ich wollte einen Konsens mit den Fraktionen erzielen. Aber die wollten auf meinen Vorschlag, alle Alternativen von mir planen zu lassen, um dann eine realisierungsfähige Grundlage für eine Bürgerbefragung zu haben, nicht eingehen", berichtet Kiefer und fügt hinzu: "Man hätte auf diese Weise viel Zeit gewonnen" Aber das sei bedauerlicherweise nicht gewollt worden.

Bürgermeister Frank Steffes hatte zwar, wie berichtet, von einem "Ergebnis gleich Null" aus dem Gespräch mit Kiefer am 26. Juni gesprochen. Kiefer sagt aber, das liege nicht an ihm, sondern an der mangelnden Bereitschaft, auf seine Vorschläge einzugehen. Die seien nämlich "realisierungsfähige und projektbezogene Varianten". Und die könnten deshalb den Leichlinger Bürgern bei einer Befragung auch mit Realisierungsaussichten gestellt werden.

Variante 1 (bereits 2014 vorgestellt) überwiegender Erhalt beider Stadtparks und Bau der Parkgalerie auf dem jetzigen Rathaus- und Teilen des Kaufpark Grundstücks, Neubau des Rathauses am Kreisel, Öffnung zur Wupper, Abriss Tankstelle und Kaufpark.

Variante 2 überwiegender Erhalt beider Stadtparks und Bau der Parkgalerie auf dem jetzigen Rathausgrundstück, Teilen des Kaufpark-Grundstücks, Neubau des Rathauses im ersten Stock und somit Reduzierung der Einzelhandelsfläche, Öffnung zur Wupper, Abriss Tankstelle und Kaufpark.

Variante 3 Bebauung des alten Stadtparks, Öffnung zur Wupper, Abriss Tankstelle und Kaufpark, mit Rathaus-Neubau.

Variante 4 Bebauung des alten Stadtparks, Öffnung zur Wupper, Abriss Tankstelle und Kaufpark, ohnen einen Rathaus-Neubau.

Variante 5 Bebauung des Neuen Stadtparks ohne Neubau des Rathauses.

Variante 6 Erweiterung des Kaufparks auf dem derzeitigen Tankstellengelände.

Diese sechs Varianten, davon jeweils drei mit und ohne Neubau des Rathauses, hält Philipp Kiefer für realisierungsfähig und unter Einbeziehung der Rathausfrage am zielführendsten.

(RP)