Wassenberg: Bewusstsein für Gesundheit

Wassenberg : Bewusstsein für Gesundheit

Wenn es um das kostbarste Gut des Menschen geht, sind die Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule stetsmit von der Partie. Erneut nahmen sie aus der Gesundheitswoche wertvolle und erschreckende Erkenntnisse mit.

"Bei Kindern und Jugendlichen muss man das Bewusstsein für Gesundheit wecken." Kaum jemand weiß das so gut wie Marita Stawinoga. Die Ärztin des Kreis Heinsberger Gesundheitsamtes ist vielfach zu Gast an Schulen und ist dort in Sachen Gesundheitsförderung unterwegs. Die Wassenberger Betty-Reis-Gesamtschule ist da schon weit, regelmäßige Gesundheitswochen sind keine Seltenheit mehr. Auch jetzt zeigten die Schülerinnen und Schüler wieder großes Engagement.

Wünsche äußern, Fragen formulieren, Themen benennen – die Schüler sind eng eingebunden, wenn es um die Gesundheitswoche geht. In dieser Woche war die Angebotspalette erneut wieder vielfältig und fing bei der Sucht an, ging über Erste Hilfe, Schwangerschaft, Sport, Ernährung und Tiertherapie bis hin zu Fitness und Verkehrssicherheit.

Betroffen und schonungslos

Viele externe Referenten kommen zu den Schülern, einige von ihnen sorgen dabei für authentische Betroffenheit bei den Schülern: Etwa, wenn anonyme Alkoholiker schonungslos über ihre Sucht sprechen und aufzeigen, was der Alkohol aus einem Menschen machen kann. Und auch, als eine Mutter erzählt, wie sie ihre Tochter vor fünf Jahren durch einen tragischen Verkehrsunfall verloren hat. "Das fühlt sich immer noch so an, als wäre es gestern gewesen", sagt sie den Schülern des zwölften Jahrganges. Sie schildert ihre Gefühle und die ihrer Familie, was sich nach dem Unfall verändert hat. Die Mutter will die Schüler einfach nur warnen.

Auf der anderen Seite des Raumes sind die Schüler betroffen, einer Schülerin schießen sogar Tränen in die Augen: "Ich finde es erschreckend, wie die Familie damit leben muss. Unvorstellbar, was im Bruchteil einer Sekunde passieren kann." Schonungslos zeigt Peter Hissel, Verkehrssicherheitsberater der Polizei, danach bewusst Schockvideos. "Nur so können wir die jungen Leute erreichen. Und meist zeigt es auch Wirkung", sagt Hissel. An anderer Stelle geht es weitaus munterer zu. Eine Gruppe hat sich aufgemacht, um im Parkbad das Tauchen mit der Feuerwehr und einem Tauchlehrer zu lernen. Eine andere Gruppe spricht über das Thema Doping, während weitere Schüler sich wundern, dass Computerspiele auch zur Sucht führen können. Zum Abschluss der Gesundheitswoche haben die Schülerinnen und Schüler Projektpräsentationen erstellt.

(RP)
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