Bedburg-Hau: "Wilde Zeiten" beim Funkturm Hau

Bedburg-Hau: "Wilde Zeiten" beim Funkturm Hau

Die Karnevalsgesellschaft feierte ihre Prunksitzung. Mit dabei waren auch die Prinzen aus Kleve, Goch und Kranenburg.

Getreu der Devise "Jetzt wird's wild", hatte die Karnevalsgesellschaft Funkturm Hau ihre diesjährige Prunksitzung eröffnet. Nach Jahren im Gesellschaftshaus der Rheinischen Kliniken kehrte der Funkturm Hau mit seinen Narren und Närrinnen zurück zu seinen Wurzeln — ins Vereinslokal Haus Kuckuck. "Das Sporthallenfeeling wurde abgegeben und gegen eine persönlichere Atmosphäre eingetauscht", ließ Moderator und Sitzungspräsident Marcel Rüdger die Karnevalisten bei seiner Begrüßung wissen.

Urgestein Hermann Seeger kam mit viel Gedrüss. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Nach dem festlichen Einzug des Elferrates, der Funkturmgarde und "Fünkchen", durften auch die "Funkturm-Krümel" mit ihrem Gardetanz zeigen, was sie können. "Bei so tollem Nachwuchs bleibt die Karnevalstradition noch lange erhalten", freute sich Präsident Marcel Rüdger, der als Sitzungsmoderator schon das zweite Jahr durch den Abend führte. Auch das Publikum war einstimmig begeistert "Das war spitze!"

Die Stimmung stieg noch weiter mit dem Einzug der Tulpenprinzessin Steffi und ihrer Garde. Für noch mehr gute Laune sorgten dann der Gardetanz der "Fünckchen", unter der Leitung von Lara Dressler und das Prinzessinnenlied, vorgetragen von Anna Marzian. Die Musikfreunde der Stadt Kleve "PriGa 03", unter der Leitung von Frank Thielen, sorgten mit Pauken und Trompeten für die beliebtesten Karnevalshits. Auch Bedburg-Haus Bürgermeister Peter Driessen schunkelte fleißig mit. Nicht nur mit den Gardetänzen und Hebefiguren bis knapp unter die Saaldecke konnten die Tanzgruppen der Karnevalsgesellschaft Funkturm Hau begeistern.

  • Fotos : Das Karnevals-Wochenende im Kleverland

Auch mit ihren Showtänzen sorgten sie ordentlich für Stimmung — passend zum Motto als wilde Dschungel-Bewohner. Etwas intellektueller kam da der Klever Prinz mit seiner Garde daher, als er den Hauer Narrensaal stürmte. Sein Wahrzeichen dieses Jahr ist nämlich eine schwarze Hornbrille, die auch großzügig ans Publikum verteilt wurden. Stefan Quinkertz heizte mit seinem Prinzenlied dem Publikum noch weiter ein und Prinz Jens verriet, dass die Funkturmsitzung eines seiner Highlights im Terminkalender sei.

Auch das Gocher Prinzenpaar gab einen Vorgeschmack, wie man bei ihnen Karneval feiert. "Karneval wie jeder weiß, einzigartig mit rot-weiß", lautet das Motto der Gocher Karnevalsgesellschaft. Prinz Jörg verneigte sich vor dem "erlesenen Publikum" des Funkturms. Aus Kranenburg stürmte auch Prinz Richard "Poppi" mit Krunekroane Gefolgschaft die Bühne.

Viel zu lachen gab es natürlich auch mit Hermann Seeger, Ehrenpräsident des Bedburg-Hauer Tulpensonntags-Komitee (BTK). "Mit viel Gedrüss" nahm er das Hin und Her ums Bedburger Nass auf die Schippe. Ebenfalls für Lacher sorgte "Frührentner und Hobbyphilosoph" Burkhard Gruitrooy und Horst Schlemmer-Imitator Tim Kufferath, der stilecht mit Rückenbeschwerden und Schnappatmung auftrat. Richtig wild wurde es dann zum Abschluss mit dem Humusballett, mit einer Mischung aus Männershowtanz und Playbackshow.

(RP/rl)
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