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Und sie sind es doch: Hier sind die Klever wütend

Kleve : Und sie sind es doch: Hier sind die Klever wütend

Nach dem Bericht über das Internetportal "Wutpunkte.de", sind zu den bereits bestehenden zwei Wutpunkten in Kleve acht neue hinzugekommen. Hier sind die Klever wütend.

In Kleve hat die Bürger bislang nur die "irreführende Verkehrsführung" an der Straße Grüner Heideberg und ein Müllproblem am Klever Bahnhof gestört. Nach unserem Bericht am vergangenen Montag sind bereits acht neue Punkte dazugekommen.

Ein Nutzer beschwert sich über die Verkehrsführung an der Hoffmannallee. Hier sorge ein verbreiteter Bürgersteig für eine verengte Fahrbahn und zwinge somit die Autofahrer auf der Hauptverkehrsstraße 30 Km/h zu fahren. Vor allem über die Lkw, die "regelmäßig parkende Autos" touchieren, wird sich beschwert.

Am vergangenen Montag waren auf dem Portal nur zwei "Wutpunkte" markiert. Foto: Screenshot wutpunkte.de

Das Verkehrsaufkommen in Kleve scheint die Bürger besonders zu beschäftigen. An der Tiergartenstraße beschwert sich ein Nutzer darüber, dass die Straße bereits seit Jahren als verkehrsberuhigte Straße gelten solle, sie nach wie vor aber immer noch als Durchgangsstraße genutzt werde. Auch mangelnde Parkplätze am Krankenhaus und im Halteverbot geparkte Autos an der Gutenbergstrasse/ Ecke Hoffmannallee werden auf dem Portal angeprangert.

Eine "katastrophale Ampelsteuerung" wurde am alten Hotel Kleve markiert. Hier sei auf den Hauptspuren "kein fließender Verkehr möglich". An der Emmericher Straße beschwert sich ein wütender Klever über eine dringend notwendige Umgehungsstraße vom Ortsteil Kellen. "Der Durchgangsverkehr über die Emmericher Straße ist nicht mehr zu ertragen. Seit dem Bau der Rheinbrücke sollte eine Umgehung gebaut werden. Nach 50 Jahren ist sie immer noch nicht da", heißt es auf dem Portal.

Aber auch kulturelle und ästhetische Aspekte wurden in den vergangenen Tagen auf der digitalen Wutkarte markiert. Auf der Hoffmannallee/ Ecke Thaerstraße "gammelt ein Bau vor sich hin und wird langsam aber sicher zur Ruine". Ein Nutzer fragt sich: "Muss das sein? Kann dieses Haus nicht einfach abgerissen werden?".

Bisher wurden zwar zahlreich neue Wutpunkte hinzugefügt, darüber diskutiert — und das ist auch ein Anliegen der Macher des Portals — bisher gar nicht. Die digitale Wutkarte bietet, laut den Machern des Portals, eine Möglichkeit, die Stadt und wichtige Entscheider auf Probleme in der Stadt aufmerksam zu machen und mit anderen Bürgern über Lösungsvorschläge zu diskutieren und Meinungen auszutauschen.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Stadt der Probleme der Klever an- oder die Wutpunkte einfach hin nimmt.

(skr)