Kleve: Roter Teppich für die Zukunft

Kleve : Roter Teppich für die Zukunft

Montagabend stellten die Planungsteams ihre endgültigen Varianten für die Klever Unterstadtbebauung vor. Auf sieben bis acht großen Plänen entwickelten sie die mögliche Zukunft von Rathaus und Umgebung.

Der rote Teppich war ausgerollt für die Klever, die gestern Abend durch den schmalen Aufgang des XoX-Theaters hinauf in die mögliche Zukunft der Unterstadt und des Rathauses gelangten. Die endgültigen Entwürfe für die Unterstadt mit Fassadenskizzen, dreidimensionalen Animationen, Zeichnungen waren ausgestellt, zeigten, wohin der Weg Kleves gehen kann. Jeweils im Rahmen der drei vorgegebenen Varianten — A: Unterstadt mit Rathausneubau, B: Unterstadt mit Rathaus-Erweiterung, C: Unterstadt mit Rathaus-Sanierung. Am Abend stellten die Planer ihre einzelnen Projekte dann ausführlich vor (Bericht folgt).

Wasser im Kanal

Eins war aber schon am Nachmittag klar: Die Mahnung der Lenkungsgruppe, auch die Machbarkeit und vor allem Finanzierbarkeit von planerischen Spielereien wie große Wasserflächen und den freiwilligen Bereichen, die nicht zum Planungsbereich gehörenden Bauten auf anderer Straßen- oder Kanalseite aufzuzeigen, wirkte Wunder. Das Wasser ist in der Regel wieder da, wo es hingehört. Im Kanal. "Wir wollten verhindern, dass mit Dingen geblendet wird, die nicht zur Aufgabe gehören. Alle Teams haben daraufhin die Wasserflächen deutlich zurückgenommen", erläuterte am Nachmittag Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer der RP.

Klar war auch schon am Nachmittag, dass die sechs Planungsteams moderne Fassadengestaltungen vorsehen mit Putzfassaden und den schmalen, in der Regel asymmetrisch in der Fassade stehenden Fenstern. In der Regel wurden auch Putzfassaden gewählt. Fünf der sechs Teams wählten eine eher kleinteilige Bebauung, Team 4 nahm auch einen großen Riegel in Kauf — das zeigte immerhin der Plan. Team 1 behielt das mehrgeschossige Rathaus am Wasser bei, bei Team 2 ist es das Rathaus, in dem auch Geschäftsflächen liegen. Team 3 setzte einem weißen Rathaus weiße Wohn-Geschäftshäuser gegenüber. Team 5 ließ sich einen spannenden Umbau des Rathaussaales einfallen: Vielkantig steht er als Solitär vor dem alten Rathaus. Team 6 dagegen baute wieder auf einen klassisch anmutenden Bürgersaal, der als Gegenüber von Haus Koekkoek den Platz rahmen soll.

Realistisch und umsetzbar

Auf sieben bis acht großen Plänen mussten die Teams ihre Entwürfe darstellen. "Wir haben immer wieder unterstrichen, dass die Planung realistisch und umsetzbar sein soll", betont Rauer. Zahlen, wie das Ganze umgesetzt werden soll, sollten allerdings gestern erst einmal außen vor bleiben. "Die bleiben der Ratssitzung vorbehalten — zumal dies Werte sind, die auf 25 Jahre berechnet werden", so der Technische Beigeordnete. Der Rat wird drei Entwürfe auswählen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Klever Unterstadt: Das waren die ersten sechs Modelle

(RP)
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