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Kleve: Notthoffs Kreise in der Kranenburger Galerie

Kleve : Notthoffs Kreise in der Kranenburger Galerie

Neue Bilder des Malers Hans-Willi Notthoff gibt es bald in der Kranenburger Galerie Ebbers zu sehen. Die Eröffnung ist am kommenden Sonntag.

Die Bilder von Hans-Willi Notthoff könnten gegensätzlicher nicht sein: Vorne im Wohngebäude zeigen die Galeristen jene kleinen Gemälde mit den Szenen aus dem schönen Tessin. Bäume schützen ein Chalet unter strahlend blauem Himmel, man blickt Richtung See und Berge. Wunderbare Bilder in der Tradition der Landschaftsmalerei, am Lago di Lugano entstanden, an anderen Orten Norditaliens, als sei der Maler auf den Spuren seiner romantischen Vorgänger ins Land der blühenden Zitronen gezogen. Das ist die eine Seite des Mönchengladbacher Malers. Die andere zeigt die Kranenburger Galerie Ebbers jetzt in einer Einzelausstellung mit großformatigen Gemälden in der zur Galerie umgebauten Tenne ihres kleinen Hofes am Siep 7. Diese andere Seite ist die Lust an der Farbe, licht und leicht mit Licht und Raum spielend.

Hans-Willi Notthoff wurde 1959 in Mönchengladbach geboren und studierte an der Kunstakademie Münster bei Norbert Tadeusz und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gotthard Graubner, bei dem er auch Meisterschüler war. 1993 bekam er den Villa-Romana-Preis mit einem einjährigen Aufenthalt in Florenz, er hatte Lehraufträge in Essen und Düsseldorf und 2002 noch einmal ein Gastatelier in der Villa Romana. Seit Jahren setzt sich Notthoff mit der Farbmalerei auseinander, in immer wieder verschiedenen Variationen: als Balken, als Flächen, als Linien. Jetzt als Kreise. "Der Kreis ist die vollendete Form, er hat keine Richtung und ist im Gleichgewicht", sagt Sharon Ebbers.

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Notthoffs Kreise sind spontan, im Schwung auf die Leinwand gesetzt, oft mit ganz dünnen, transparenten Farben, die die Schichtung des Bildes sichtbar lassen. Die so zeigen, wo welche Farben übereinanderliegen, wo ein Kreis abgedeckt wurde von der "Hintergrundfarbe", die als letzte aufs Bild kommt. Seine Kreise stehen als einfarbige Kringel auf dem Bild ebenso, wie als Farbenspiel. Sie sind in Komplementärfarben gegeneinandergesetzt oder einfach grafisch über die Fläche verteilt. Sie alle zeigen, wie Farbe wirkt: Dort zieht eine in die Tiefe, hier springt optisch eine andere Farbe hervor. Daher rühre der Titel der Ausstellung "Räumliche Ausdehnung", erklärt Ebbers. Viele der Gemälde entstehen spontan, der Kreis wird auf die liegende Leinwand gesetzt, andere gruppiert er drumherum, so die Galeristin. Einige Bilder sind auch zuvor komponiert. Die meisten müssen, erklärt Ebbers, auf die flach liegende Leinwand gemalt werden, weil die Farben wie Wasserfarben verlaufen.

Die Ausstellung "Räumliche Ausdehnung" wird am Sonntag, 1. März, von 15 bis 18 Uhr eröffnet, der Künstler ist anwesend, versprechen die Galeristen. Zu sehen sind die Bilder bis zum 12. April. Mi bis Fr. 15 bis 19 Uhr, Sa 11 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung.

(RP)