Kevelaer: Hauptstraße: "Wir sind positiv betroffen"

Kevelaer : Hauptstraße: "Wir sind positiv betroffen"

Zum Umbaustart der Hauptstraße fand ein "Angrillen" an der Metzgerei Moeselaegen statt. Es gab die Gelegenheit, dass Bürger, Politiker und Geschäftsleute aus Kevelaer miteinander über das Projekt ins Gespräch kamen.

Wetterkapriolen mit Regen, Hagel und Regenbogen begleiteten das "Angrillen" in Kevelaer. Einzig Lutz und Felix Moeselaegen waren um ihren Job am heißen Grill im geschützten Toreingang der Hauptstraße zu beneiden.

Sandra Kimm-Hamacher von der Wirtschaftsförderung der Stadt Kevelaer dagegen ging unbeirrt in die Offensive, lud Passanten zu Snack und Gesprächen ein, verteilte kleine Ohrenstöpsel gegen den zu erwartenden Baulärm. "Wir sind positiv betroffen", zeigten sich Esther Simon, Maria Heckens und Tobias Kocken als Anwohner beziehungsweise Geschäftsleute in einer kleinen Runde fast erleichtert, dass sich vor ihren Türen etwas bewegt. "Es muss ja irgendwas gemacht werden", gab die Geschäftsfrau für Schmuck und Optik hoffnungsvoll optimistisch. Tobias Kocken fügte hinzu: "Wir sind bestens informiert, wussten genau, was wann kommt, weil alles eng mit der Stadt abgesprochen war."

Esther Simon schob ein: "Welches Bild sich auf unserer Hauptstraße später ergibt, wird sich erst in einigen Monaten zeigen, aber sicher positiv. Denn so wie es bisher war, war es nicht gut. Ungünstiges Kopfsteinpflaster für Ältere, die mit Rollator unterwegs sind." Tobias Kocken ergänzte: "Unterschiedliche Formen von Blumenkübeln, einige Stilbrüche seit der letzten Veränderung, die auch schon 40 Jahre her sein dürfte. Warten wir mal ab, ob der Umbau sich unter dem Strich bei uns später als Umsatzplus abzeichnet." Wer sich regelmäßig über den Stand der Bauarbeiten an der Hauptstraße informieren möchte, kann eine in Kürze freigeschaltete Gruppe auf Facebook anklicken.

Da nehmen die Geschäftsleute auch mal in Kauf, dass ihre Läden für die kommenden Monate bis etwa Mai/Juni lediglich über etwa gut drei Meter breite Laufgassen erreichbar sind. Elke Hasken vom Café Heilen hat sowieso während der kalten Jahreszeit ihre Caféhaus-Stühle eingeräumt. "Wir müssen wie alle anderen abwarten. Bis zum März haben wir ja die besucherärmeren Monate", gab die Inhaberin des Cafés zuversichtlich. Auch Concetta Welbers nahm die Einladung zur Bratwurst an, wagte einen Blick in die ausgehängten Baupläne. "Nein, ich habe die Umbauarbeiten bisher nicht intensiv verfolgt", gab sie zu. "Aber ich vertraue den Politikern, dass es gut wird."

Wie berichtet, wird aktuell die Hauptstraße komplett umgestaltet. Sie soll im Zuge des "Integrierten städtebaulichen Handlungskonzeptes" ein neues Gesicht bekommen. Start der Arbeiten war am vergangenen Montag am Kapellenplatz. Von dort soll bis zum Sommer der erste Abschnitt bis zur Annastraße saniert sein. Dann wird eine Pause eingelegt. Die Arbeiten werden dann Anfang 2019 Richtung Roermonder Platz fortgesetzt.

So soll gewährleistet sein, dass zum Weihnachtsgeschäft keine Baustelle in der Straße ist und auch ein großer Teil der Pilgerzeit ausgenommen wird.

(mk)
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