Kamp-Lintfort/Oermten: Labrador Dante passt hervorragend in die Familie

Kamp-Lintfort/Oermten : Labrador Dante passt hervorragend in die Familie

"Yara wollte erst alle elf Labradorwelpen haben, als sie sie gesehen hat." Das erzählt Yaras Mutter, Christiane Spiegels-Glade. "Doch wir konnten nur einen Welpen aussuchen. Da war auch Sympathie im Spiel." Das war im Mai vergangenen Jahres. Schließlich wählten Yara Glade, Christiane Spiegels-Glade und Andreas Spiegels einen Rotfuchs-Labradorwelpen aus, den sie Dante tauften. "Er ist richtig süß", sagt die achtjährige Yara, die sofort in Dante verliebt war.

Die Familie machte sich die Suche nach einem passenden Hund nicht leicht. "Man lebt 15 oder mehr Jahre mit einem Hund zusammen", sagt Andreas Spiegels. "Da muss schon alles passen." So viele Jahre war auch ihr bisheriger Hund alt, ein Münsteraner namens Carlos. "Wir mussten ihn leider wegen Altersschwäche einschläfern lassen", sagt Spiegels.

Mit der Tierärztin, von der Carlos eingeschläfert wurde, kamen Andreas und Christiane Spiegels ins Gespräch, welcher Hund am besten zu der Familie passen würde, die auf einem alten Bauernhof am Oermter Berg wohnt. "Wie wäre es mit einem Labrador?", fragte die Tierärztin. Schließlich gelten Labrador-Retriever als kinderlieb und anhänglich, aber auch als kräftig und wachsam. Andreas und Christiane Spiegels hörten sich um, lasen in Zeitschriften und recherchierten im Internet.

Schließlich wurden sie auf das Züchterehepaar Heinz-Josef und Andrea Quinders aufmerksam, das in Nettetal-Grefrath lebt und Labradore züchtet. "Das erste Mal waren wir dort, als Dante noch gar nicht geboren war", erzählt Christiane Spiegels-Glade. "Die Familie Quinders wollte uns kennenlernen." Das ist bei der Abgabe von Hunden nicht unüblich. "Das Kennenlernen ist ein gutes Zeichen für die Käufer", sagt Senco Alic von der Kamp-Lintforter Hundeschule Senco Dogs. "Dann wissen sie, dass die Züchter viel Herzblut und Leidenschaft für ihre Hunde aufbringen. Ein guter Züchter würde nie einen Hund abgeben, wenn er kein Vertrauen hat - für kein Geld der Welt." Dabei ist für einen guten jungen Hund auch immer Geld auszugeben. "Herrchen und Frauchen haben an einem guten Hund lange Freude", meint Senco Alic. Das Geld sei also auf Dauer gut angelegt.

Beim zweiten Treffen in Grefrath waren sich beide Familien einig. Beim dritten Treffen suchte Familie Spiegels ihren Hund aus. "Christiane wollte einen männlichen Hund", berichtet Andreas Spiegels, wie sie die Auswahl zwischen elf Welpen einschränkten. Yara Glade schaute nach ganz anderen Dingen. "Er hat nicht an der Hose geknabbert", erzählt die Grundschülerin, die die dritte Klasse der Sevelener Nikolausschule besucht. Von drei männlichen Hunden wählten sie Dante aus. "Wir haben ihn zusammen ausgeguckt", erzählt Christiane Spiegels: "Er hatte die meisten Falten auf dem Kopf." Diese sind in der Zwischenzeit ausgewachsen, auch wenn der junge Labradorrüde erst im August seine volle Größe erreicht haben wird, wenn er 15 Monate alt und um die 30 Kilogramm schwer ist.

Mit Dante geht die Familie gerne spazieren. "Meistens sind wir am Oermter Berg unterwegs, der direkt vor unserer Haustür liegt", erzählt Christiane Spiegels. Manchmal machen sie aber auch einen Ausflug nach Kamp-Lintfort, wo viele Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern um den Park am Pappelsee und auf dem Wandelweg zum Kloster Kamp unterwegs sind. Oder sie sind mit Dante auf dem Platz der Hundeschule, der nahe des Schachts IV in Hoerstgen liegt. "Labradore sind kräftige Hunde, die auch mal richtig rangenommen werden müssen", sagt Senco Alic. "Sie können Rettungshund, Blindenhund oder Jagdhund werden."

(RP)
Mehr von RP ONLINE