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Hückeswagen: Beschluss zur Brücke erneut auf später vertagt

Hückeswagen : Beschluss zur Brücke erneut auf später vertagt

Schon vor der Kommunalwahl war die marode Brücke im Bereich Brückenstraße/Mühlenstraße über Monate hinweg ein Thema in den politischen Gremien, ohne dass ein Beschluss dazu gefasst worden wäre. Und so geht es nach der Kommunalwahl erst einmal weiter. Gleich in seiner ersten Sitzung befasste sich der neu konstituierte Bauausschuss am Montagabend erneut mit der Brücke - und erneut wurde eine Entscheidung dazu auf später vertagt. Es bleibt also weiter offen, was aus dem Bauwerk, das das Wohngebiet auf dem Höchsten mit dem an der Wupper-Vorsperre verbindet, in Zukunft wird.

Eile beim Beschluss sei nicht notwendig: In diesem Punkt sind sich die Politiker schon mal einig. Denn nach Auskunft der Verwaltung ist die alte Brücke zwar in schlechtem Zustand. Sie ist aber nicht so baufällig, dass sie aus Sicherheitsgründen schon in diesem Jahr oder im nächsten für den Verkehr gesperrt werden müsste. Das bestätigte Bauamtsleiter Andreas Schröder im Ausschuss. Wie lange das teilweise 134 Jahre alte Bauwerk über das nächste Jahr hinaus noch ausreichend tragfähig sei, könnten allerdings auch Sachverständige nicht sagen, ergänzte Schröder. Irgendwann in absehbarer Zeit werde deshalb ein Grundsatzbeschluss des Rates, vorbereitet vom Bauausschuss, notwendig sein.

Frühestens wird das Thema nun bei den Beratungen für den Haushaltsplan des nächsten Jahres wieder auf die Tagesordnung kommen, also spätestens im Frühjahr 2015. Dann wird zu entscheiden sein, in welcher Höhe Haushaltsmittel bereitgestellt werden, um das Brücken-Problem zu lösen.

Dass die Stadt in jedem Fall Geld in die Brücke investieren muss, ist jetzt schon klar. Ebenso, dass es nur zwei sinnvolle Möglichkeiten gibt: Die eine ist der ersatzlose Abriss der Brücke, verbunden mit Kosten in Höhe von rund 65 000 Euro, die andere der Neubau einer befahrbaren Brücke. Der wird, je nach gewählter Bauart, bis zu 250 000 Euro kosten.

Aus Sicht der Verwaltung sprechen durchaus gute Argumente für den Brücken-Neubau. Zwingend notwendig sei er aber nicht, auch nicht aus Sicherheitsgründen. Das stellte Bürgermeister Dietmar Persian auf Nachfrage von Herbert Pleuser (SPD) im Ausschuss klar. Auch für einen Abriss ließen sich im Übrigen gute Argumente finden, vor allem die Kostenersparnis, denn eine neue Brücke müsse nicht nur gebaut, sondern später auch dauerhaft unterhalten werden. Es sei also mit der einmaligen Investition finanziell nicht getan. Für und Wider gegeneinander abzuwägen, sei nun Sache des Fachausschusses und des Rates. Persian: "Das ist eine politische Entscheidung, die Sie treffen müssen." Die Verwaltung habe die Vorarbeit geleistet und unter anderem auch die von der CDU per Antrag geforderte "belastbare Kosten-Prüfung" vorgelegt.

(bn)