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Basketball: Dezimierter TuS 96 setzt sich nur knapp durch

Basketball : Dezimierter TuS 96 setzt sich nur knapp durch

Adler Frintrop – TuS Hilden 72:75 (43:34). In der Oberliga-Hinrunde zeigten die Hildener in eigener Halle der DJK mit 91:55 noch deutlich die Grenzen auf. Diesmal aber mussten die Basketballer des TuS 96 froh sein, überhaupt als Sieger vom Platz zu gehen. "Da sind wir mit einem dunkelblauen Auge davongekommen", stellte Mario Kyriasoglou fest. Der Trainer konnte allerdings auch nur auf eine stark ersatzgeschwächte Truppe zurückgreifen. Denn mit Jörg Holtz (Knie), Alejandro Escapa (Leiste), Jens Oppermann (Beruf), Lennart Klever (privat) und Ace Abanador (krank) fehlten gleich fünf Akteure aus dem Oberliga-Kader. Dazu trat Ahmed Kaichouhi, der sich vor der Osterpause am Sprunggelenk verletzte, ohne Training an. Deshalb rückten aus der zweiten Mannschaft Marc Hanheide und Abdulkadir Etemi in den Kader.

Trotz der personellen Probleme starteten die Hildener gut in die Begegnung. In der Verteidigung setzten sie die Essener mit einer Presse unter Druck und erarbeiteten sich eine 12:9-Führung (6.). Danach nahm Frintrop eine Auszeit. "Da glaubte ich, dass wir im Spiel angekommen sind und habe mit Tommy Warnecke einen zweiten großen Spieler in die bislang kleine Aufstellung gebracht", berichtete Mario Kyriasoglou. Ein Trugschluss, denn überraschend verlor seine Mannschaft danach komplett den Faden.

Mit einem 19:0-Lauf drehten die Essener die Partie innerhalb von vier Minuten und zogen auf 31:15 (11.) davon. Vor allem Dennis Kopietz bekamen die Hildener nicht in den Griff – er allein erzielte in dieser Phase 15 Punkte. Im zweiten Viertel wechselten die TuS-Basketballer daher schnell wieder zur Pressdeckung. Mit acht Zählern hielt Philipp Behnke seine Mannschaft im Spiel. Zur Pause schrumpfte der Rückstand auf 34:43.

Nach dem Seitenwechsel arbeitete sich der TuS auf 41:44 (23.) heran – und kam dann erneut aus dem Tritt. Als Folge zogen die Adler auf 53:41 (25.) davon. Tommy Warnecke, Michael Mulde und Adam Mekki legten die Basis für eine erfolgreiche Aufholjagd. Ende des dritten Viertels glichen die Hildener zum 56:56 aus.

Im Schlussabschnitt wogte das Geschehen hin und her. Nach dem 63:63 und 67:67 (35.) hatte der TuS 96 erneut einen Lauf zur 74:67Führung. "Danach haben wir uns aber zu sehr darauf konzentriert, die Zeit herunterzuspielen", analysierte Kyriasoglou. Die Essener verkürzten bis auf 72:74 (40.). Dann vergab Kopietz einen Dreier. Auf der anderen Seite nutzte Warnecke einen von zwei Freiwürfen zum 75:72. Doch erst als auch der letzte Wurf von Chris Bruns den Korb verfehlte, konnten die Hildener durchatmen. Den Schlüssel zum Erfolg sah Mario Kyriasoglou letztlich in der Deckung gegen Korbjäger Dennis Kopietz, der im letzten Viertel nur noch zwei Punkte markierte. "Wir haben das Spiel erst in den Griff bekommen, als Makaty Mbaye gegen ihn verteidigt hat," lobte der TuS-Trainer.

DJK Adler Frintrop: Kemkes (12), Kopietz (29), Bruns (8), Viebahn (11), Boricza (4), Stein (5), Selke (3), Nojamen, Tschirner.

TuS Hilden: Dahlhaus (3), Mekki (12), Göhler (17), Behnke (11), Warnecke (15), Mulde (14), Etemi, Kaichoui, Mbaye (3), Hanheide.

(RP)