Hilden : Hilden singt im Rudel

Hilden : Hilden singt im Rudel

Volles Haus und tolle Stimmung in der Area 51. Veranstalter kündigen erstes vorweihnachtliches Rudelsingen an.

Der Saal im Area 51 ist voll. Das Licht ist gedämpft, der Scheinwerfer auf die Bühne gerichtet, wo Hannes Weyland seine Gitarre ergreift. Philip Ritter am Keyboard ist bereit – und dann kann es losgehen. Mit einer flotten Version von John Denvers „Country Roads“ lassen die beiden Musiker das bereits siebte Hildener Rudelsingen beginnen.

Sofort stimmen alle ein. Vorbereitung braucht es keine – die Liedtexte werden alle mittels Beamer gut lesbar über der Bühne angezeigt. Auch ist es vollkommen egal, ob man sich mal im Ton vergreift oder überhaupt singen kann. Hier geht es um den Spaß am gemeinsamen Singen und nicht um musikalische Glanzleistungen. Vielleicht ist deshalb der Saal voll, vielleicht ist deshalb das Publikum erstaunlich jung.

Auch Katja Klöcker, Delia Köhnen und Dagmar Haake sind zum Rudelsingen gekommen. „Wir waren schon mal in Düsseldorf dabei“, erzählen Delia und Dagmar. Delia hatte „irgendwo davon gelesen“. Alle drei singen gerne. „Im Chor, aber auch Karaoke“, verrät Delia. Vom Rudelsingen in Düsseldorf waren beide dann so begeistert, dass sie Katja davon erzählt haben. Und als sie von der Veranstaltung im Area 51 erfuhren, haben sie sich zu dritt auf den Weg gemacht. „Es ist eine tolle Atmosphäre, wenn alle zusammen singen“, sagt Dagmar.

Gesungen werden bekannte Lieder quer durch alle Stilrichtungen. „Wir haben etwas von Queen gesungen, von den Toten Hosen, aber auch ein Stück aus einer Oper“, erzählt Delia. Sie singe sehr gerne auch deutsche Sachen, sagt sie. „Ich liebe Rock und Pop“, verrät Katja, und Dagmar findet beim Rudelsingen vor allem die Mischung gut. „Es hat Spaß gemacht, auch mal Oper zu singen.“ Guido Werner steht ebenfalls eher auf rockige Songs. „Aber in so einem Rahmen macht es sogar Laune, etwas ganz anderes zu singen“, sagt er. Das kommt daher, dass alle mitmachen und hemmungslos drauflos singen. „Die Stimmung ist es“, erklärt er, was ihm am besten gefällt, „dass man mit einem Kumpel einen super Abend verbringen kann und nicht extra in einen Chor eintreten muss.“ Denn obwohl Guido gerne singt, sei ein Chor keine Option für ihn. „Zuviel Verpflichtung“, meint er lachend.

Dann geht es auch schon weiter mit dem nächsten Lied – einem Schlager, der, wie es Vorsänger Hannes Weyland formuliert, „kontroverse Gefühle weckt“ – und von vielen nicht wirklich ernst genommen wird. Capri Fischer. Schon bei den ersten Takten hört man Gekicher und trotzdem singen alle mit.

Mit dem neuen Programm haben Hannes Weyland und Philip Ritter auch in Hilden die singfreudigen Besucher begeistert, wie Weyland weiß: „Das gemeinsame Singen berührt uns emotional und hinterlässt ein positives Gefühl.“

Wer im Dezember dem Adventsstress entkommen will, kann sich schon mal das „Vorweihnachtliche Hildener Rudelsingen“ am Donnerstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr in den Kalender schreiben. Auch hier werden Hits von gestern bis heute gemeinsam gesungen. Das Rudelsingen findet wieder im Area 51 an der Furtwängler Straße 2 b statt.

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