Hilden: Auf drei Rädern unterwegs – Radfahren inklusiv

Hilden : Auf drei Rädern unterwegs – Radfahren inklusiv

Die Rucksäcke und Taschen für die Fahrt nach Hilden und die Rundtour mit den Fahrrädern sind gepackt sind gepackt, die Sonne scheint, die Busse am Wohnheim der Lebenshilfe in Langenfeld stehen abfahrtbereit.

Erwartungsvolle, frohe Gesichter gibt es  bei neun Bewohnern, die sich mit fünf Betreuern auf den Weg nach Hilden zur Firma Appelbaum machen, wo acht Spezial-E-Bike-Tandems für einen zweitägigen Ausflug zum Kloster Langwaden bei Grevenbroich bereitstehen.

E-Bike-Tandems ist die Bezeichnung für die besonderen Drahtesel, die begleitetes Radfahren möglich machen, da man auf ihnen zu zweit nebeneinander sitzen kann. Einer ist der Pilot, der Mitfahrer kann helfen in die Pedale zu treten oder einfach nur mitfahren. „Das ist eine ideale und wunderbare Möglichkeit, unsere auch älteren und schwerer behinderten Bewohner auf eine Fahrt, einen Ausflug mitzunehmen und sie am Radfahren teilhaben zu lassen“, erklärte Lebenshilfe-Wohnverbundleiterin Marion Maxfield.

Vier der Spezialräder gehören der Lebenshilfe, wovon UPS Deutschland drei gespendet hat, vier weitere leiht die Rad-Spezialfirma Appelbaum. Vor zwei Jahren hatte Inhaber Wolfgang Appelbaum die Idee zum ersten Ausflug dieser Art und setzte sie mit der Lebenshilfe auch um – jetzt war man schon zum dritten Mal zum Kloster Langwaden unterwegs. „Meine Frau Anna fährt mit dem Auto, macht den Gepäcktransport und kann notfalls jemanden zurückbringen“, sagte Appelbaum, der die acht Fahrzeuge anführte, vor dem Start. Seine Mitarbeiterin Ameline Seubert fuhr ebenfalls als Pilotin mit. Bevor es losging, wurden alle Räder gründlich überprüft.

„Bewohner Ralf Schillinger, der sich als Tischtennisspieler bei Special Olympics-Wettbewerben fit hält, kann ebenfalls als Pilot mitfahren“, sagte die stellvertretende Wohnverbund-Leiterin Bettina Braune, die diesen Ausflug auf einem Tandem begleitete. Braune schwärmt von Langwaden. „Im Kloster gibt es einen wunderschönen Garten.“ Sie ist beeindruckt vom sozialen Engagement des Klosters. Die 30 Kilometer lange Strecke ging über die Fähre Zons und Dormagen-Nievenheim. Begeistert zeigte sich die Gruppe von der Unterbringung und Beköstigung im Kloster. „Wir haben gut geschlafen und gegessen und das Wetter war nicht zu heiß“, hieß es aus den Radler-Reihen.

Mehr von RP ONLINE