Grevenbroich: Langwadener kritisieren Baupause auf der L 142

Grevenbroich: Langwadener kritisieren Baupause auf der L 142

Seit Montag ist die L 142 zwischen Langwaden und der Einmündung der Kreisstraße 27 für den dritten Bauabschnitt gesperrt. Doch die ersten Tage fragten sich viele Langwadener, wo überhaupt gebaut wird.

"Es ist Chaos Teil drei. Zunächst passierte hier nichts, erst heute beginnen Arbeiter, die Leitplanken an der Straße zu demontieren", sagte gestern Stefan Kastner von SK Automobile. Das Unternehmen ist wegen der Straßensperrung betroffen - Kastner, der erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen musste, befürchtet, dass der Zeitplan nicht gehalten werden kann, "dass es länger dauert". Nach jetzigem Stand sollen die Arbeiten am dritten Teilstück bis zum 9. Februar abgeschlossen sein.

Kritik übt auch der Langwadener Marc Pesch: "Wenn nicht gebaut wird, warum werden dann die Sperren nicht zur Seite geschoben, damit die Autos durchfahren können?", fragt er. Verärgert ist auch so mancher Berufspendler, der die Umleitung nutzt und seit Montag an der Einmündung der K 27 an einer provisorischen Ampel auf "Grün" wartet, ohne dass sich nebenan auf der Baustelle etwas erkennbar tut.

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Nach Auskunft aus dem Rathaus wurde doch etwas getan: Die Firma Amand sei seit Beginn der Woche dabei, die Baustelle einzurichten und an mehreren Stellen Asphaltproben zu entnehmen, die in ein Labor zur Überprüfung und Bestimmung der Inhaltsstoffe geschickt würden. Ohne diesen Schritt wäre keine Entsorgung des Materials möglich. Bei der Probenentnahme "sind Bohrlöcher entstanden, die ein Befahren der L 142 nicht zulassen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen liegt noch nicht vor, so dass mit den Fräsarbeiten noch nicht begonnen werden kann", heißt es aus dem Rathaus. Die würden starten, sobald die Ergebnisse vorliegen. "Der Fertigstellungszeitraum ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Gefahr." Die Stadt weist darauf hin, dass für den seit Montag eingerichteten Taxibus ihr "keine zusätzlichen Kosten entstehen".

Eine Verzögerung gibt es aber längst: Ende August ging die Stadt davon aus, dass die ersten drei Bauabschnitte bis zur K 27 bis Jahresende fertig sein sollten, wenn das Wetter mitspiele. Dieser Termin ist längst überschritten.

(cso-)
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