Grevenbroich: Gindorfer sind gegen Ausbau ihrer Straße

Grevenbroich: Gindorfer sind gegen Ausbau ihrer Straße

"Zur Hammhöhe" soll für neues Baugebiet verbreitert werden. Anwohner lehnen dieses Vorhaben ab.

Der von der Stadt geplante Ausbau der Straße Zur Hammhöhe sorgt weiter für Diskussion - und soll am Dienstag den Planungsausschuss beschäftigen. "Altanlieger" haben sich mit einem "Antrag auf Änderung des Bebauungsplans" an die Stadt gewandt. Die Straße solle so breit bleiben wie bislang und lediglich eine neue Asphaltdecke erhalten, erklären sie.

Auslöser für die Ausbauplanung ist das Baugebiet an der Ecke Eschenstraße/Zur Hammhöhe, in dem laut Stadt "bis zu 18" neue Wohneinheiten entstehen. In diesem Rahmen soll die Straße "in Teilbereichen verbreitert und verkehrsberuhigt" ausgebaut werden, wie Bürgermeister Klaus Krützen in einem früheren Schreiben an einen Anlieger erklärt hatte. Vorgesehen ist eine Verkehrsfläche für Autos von 6,50 Metern.

Das verstehen die Verfasser des neuen Schreibens nicht. "Auch alle Verkehrsexperten verbreitern Straßen nicht, sondern verengen sie", argumentieren sie. Unfälle seien nicht bekannt, "also ist diese Straße verkehrsicher. Auch wenn jetzt neue Wohneinheiten hinzukommen, ändert es sich nicht." Die Verfasser befürchten, dass die verbreiterte Straße "zur Rennstrecke" wird. Auch bei einer Ausweisung als Spielstraße werde "keiner in Schrittgeschwindigkeit fahren".

Die Verwaltung empfiehlt dagegen dem Ausschuss, es bei der im B-Plan vorgesehenen Breite von 6,50 Metern zu belassen. Beigeordneter Florian Herpel erklärt, dass zusätzlich zu den neuen Häusern eine weitere Verdichtungung der Bebauung an der Straße möglich sei, "damit verbunden ist eine deutliche Zunahme des Verkehrsaufkommens", und eine ausreichende Fläche für einen Begegnungsverkehr nötig. Dafür sei eine Fahrbahnbreite von 4,10 Metern erforderlich, hinzu würden Abstellflächen von mindestens zwei Metern Breite kommen.

Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres hatten Anwohner protestiert. Sie wehrten sich dagegen, das sie Anliegerbeiträge für ein Projekt zahlen sollen, bei dem sie keinen Nutzen für sich sehen.

(cso-)