Grevenbroich: Polizei ermittelt: Wer zerschlug die Kirchentür von St. Matthäus?

Grevenbroich: Polizei ermittelt: Wer zerschlug die Kirchentür von St. Matthäus?

Irgendjemand hat in den vergangenen Tagen einen Teil der großen Glastür am Hintereingang zur Pfarrkirche St. Matthäus in Allrath zerschlagen. War es ein Einbruchsversuch oder Vandalismus? Die Polizei ermittelt; nach dem bisherigen Stand gehen die Beamten von Sachbeschädigung aus.

Mitarbeiter einer Reinigungsfirma, die die Kirche, das Jugendheim und das Pfarrbüro einmal in der Woche auf Vordermann bringen, haben den Schaden an Dienstagmorgen entdeckt. "Die Tür war in tausend Stücke zerbrochen, die Glassplitter lagen im gesamten Vorraum herum", schildert Hans-Bernd Zimmer. Der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes verständigte die Polizei - auch weil er einen Einbruch in das Gotteshaus vermutete.

Vor Ort stellten die Beamten jedoch keine weiteren Beschädigungen fest. So blieb etwa der Zugang zum Kirchenraum unberührt. Zwar wird ein Einbruchsversuch, bei dem die Täter durch den Krach des zersplitternden Glases in die Flucht geschlagen wurden, nicht ganz ausgeschlossen - doch: "Zurzeit ermitteln wir wegen Sachbeschädigung", sagt Polizeisprecherin Daniela Dessel.

Der Zeitraum, in dem die Kirchentür zerschlagen wurde, kann grob zwischen Sonntag, 18 Uhr, und Dienstag, 8.30 Uhr, eingegrenzt werden. Wie Daniela Dessel mitteilt, habe die Polizei den Hinweis einer Allratherin vorliegen, die am Sonntagnachmittag zwei Jungen an der Kirche beobachtet hatte. Die etwa 13- bis 14-Jährigen hätten an der nach draußen geschafften Weihnachtsdekoration hantiert und dabei auch Steine in der Hand gehabt.

"Die beiden Jungen können nicht näher beschrieben werden", berichtet Dessel. "Wir ermitteln nun, wer diese Kinder waren und ob sie gegebenenfalls etwas mit diesem Fall zu tun haben." Die Polizei hofft in diesem Zusammenhang auf weitere Hinweise. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich unter Telefon 02131 3000 melden.

Der Hintereingang der Kirche ist zwischenzeitlich mit einem Holzverschlag gesichert worden. Wie lange dieses Provisorium bleibt, steht noch nicht fest. Auch ist unklar, in welcher Höhe sich der entstandene Sachschaden bewegt. "Preiswert wird das Ganze sicherlich nicht", vermutet Hans-Bernd Zimmer: "Denn die Türe, die aus dickem Sicherheitsglas besteht, ist eine Spezialanfertigung, die eigens für die Kirche hergestellt wurde."

(wilp)