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Grevenbroich: Mystsisches Kreuz leuchtet in der Versandhalle

„Kontaktlos“-Ausstellung in Grevenbroich geht in den Endspurt : „Cross Over“ - Mystisches Kreuz leuchtet in der Versandhalle

Die Grevenbroicher Künstlergruppe „E1“ befasst mit dem Werk von Geron Riedl mit der Krise der Amtskirchen. Durch das Fenster der Versandhalle auf der Stadtparkinsel ist abends ein mystisch beleuchtetes Kreuz zu sehen.

Die wöchentlich wechselnde Ausstellung „Eine Art Lichtblick“ der Grevenbroicher Künstlergruppe „E1“ wartet mit einem neuen Hingucker auf: In den Abendstunden ist ein mystisch beleuchtetes Kreuz durch das Fenster der Versandhalle auf der Stadtparkinsel zu sehen. „Cross Over“ hat Künstler Geron Riedl seine Arbeit genannt.

Was zu sehen ist: Ein hohes Kreuz, dessen vier Enden aus fragilen Holzstücken weiß gefasst sind. Das Gerüst, das alles zusammenhält, besteht aus geschweißten Armier-Eisen. „Wer das Kreuz genauer betrachtet, kann auf den Gedanken kommen, dass es so feingliedrig ist, dass es schon zu zerfallen droht“, sagt Riedl. Diese Machart habe er bewusst gewählt, um eine Assoziation zum aktuellen Zustand der Amtskirchen zu schaffen. Darauf deutet auch der Titel „Cross Over“ in seiner getrennten Schreibweise hin.

Wenn das Kreuz in magischem Schwarzlicht aus der Dunkelheit heraus leuchtet, sind die vier aus schmalen und zerbrechlich wirkenden Holzscheiten zusammengesetzten Enden zu sehen. Da, wo sich der Betrachter den Corpus Christi vorstellt, herrscht allerdings das Dunkel. „Die Figur ist nicht erhalten. Die Stelle ist leer, lediglich einige Armier-Eisen, die den Korpus andeuten sind an dieser Stelle angebracht, aber in der Dunkelheit nicht zu erkennen“, schildert Gereon Riedl. Der Betrachter soll sich selbst ein Bild von dem am Kreuz leidenden Jesu formen.

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Die Arbeit kann noch bis zum 20. März durch ein Fenster der Versandhalle betrachtet werden. Seit Anfang Februar gehen dort jeden Abend von 18 bis 21 Uhr die Lichter an, um den Blick auf die wöchentlich wechselnden Kunstwerke der „E1“-Akteure freizugeben.

Mit Gereon Riedls fragilem Kreuz geht die Kontaktlos-Ausstellung auf der Grevenbroicher „Kultur-Insel““ nun in den Endspurt. Den Abschluss wird Ans Joosten aus der niederländischen Partnergemeinde Peel en Maas bestreiten, die sich ab Montag von einer ungewöhnlichen Seite zeigen wird. Bis zum 28. März wird die gewöhnlich auf Skulpturen spezialisierte Künstlerin ihre in Computerpixel-Grafik erstellten Corona-Tagebücher präsentieren.