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Platz zwei für den Gocher "Grenzgänger"

Auszeichnung : Platz zwei für den Gocher „Grenzgänger“

Beim Schülerzeitungs-Wettbewerb der Rheinischen Sparkassen war das Städtische Gymnasium Goch weit vorne. In dem engagierten Team arbeiten Fünftklässler und Abiturienten intensiv miteinander.

Das „Zehnjährige“ steht kurz bevor: So „lange“ gibt es die Schülerzeitung „Grenzgänger“ am Städtischen Gocher Gymnasium schon, und wer weiß, wie schnelllebig gerade die Medienbranche ist, wundert sich nicht darüber, was sich alles innerhalb dieser Zeitspanne geändert hat. Eine sehr professionell wirkende Publikation geben die Schüler und ihre begleitenden Lehrer heraus. Insbesondere das Layout sticht ins Auge. Zu der einprägsamen Optik passte dann auch der Titel der jüngsten Ausgabe besonders gut: „Perspektiven“ hieß sie und hat die Jury eines landesweiten Wettbewerbs bewogen, das Team aus Goch auszuzeichnen. Die Schülerzeitung „Grenzgänger“ erlangte Platz zwei des Wettbewerbs der Rheinischen Sparkassen. Nur eine weiterführende Schule zog an den Gochern vorbei.

Ida Riße und Mathias Drißen waren bisher die Chefredakteure, Lucia Bürvenich verantwortete das Layout. Jetzt hat Marti Mlodzian die Führungsrolle übernommen, denn die älteren Schüler haben gerade ihr Abitur bestanden und sind weg. Wobei Lucia versichert, dass sie gerne auch weiterhin ansprechbar ist, wenn sie denn in der Nähe ist. Denn die Schülerzeitungs-AG hat ihr immer viel Spaß gemacht, und natürlich möchte sie, dass der Nachwuchs das Projekt gut weiterführt. Es ist eine junge Mannschaft, die jetzt ihren Weg finden muss. Die meisten besuchen die siebten und achten Klassen, auch Fünfer und Sechser sind dabei. Die Akteure der Q1 nehmen jetzt schon ihr Abi 2019 in den Blick, unterstützen den Nachwuchs aber natürlich, so lange sie es können. „Das Besondere bei uns ist, dass junge und deutlich ältere Schüler miteinander arbeiten“, erklärt Marc Janßen, der gemeinsam mit der Kollegin Eva Janßen (zufällige Namensgleichheit) betreuender Lehrer ist. Einmal in der Woche kommen alle zur gemeinsamen Themensuche, zur Recherche und zum Schreiben zusammen.

„Wir haben neben allgemeinen Artikeln und Interviews auch Meinungsformate drin, Kommentare und Glossen“, erklärt der junge Chef. Gerne dürften solche Beiträge auch mal humorvoll ausfallen. Eine Ausgabe pro Halbjahr bringen die Schüler heraus, 250 Exemplare zum Stückpreis von 2,50 Euro werden dann in der Schule verkauft. Gedruckt wird das aufwendig gestaltete Heft bei Reintjes in Kleve. Für die Zukunft soll nicht nur die Qualität erhalten bleiben, vielleicht werden zusätzlich auch noch weitere Kanäle bespielt. „Crossmedial“ ist das Zauberwort - das Internet einbinden, wie das auch professionelle Zeitungsverlage tun.

Der Ausflug nach Köln zur Belohnung für die gute Arbeit war für die Schüler schon an sich ein willkommenes Geschenk. „Wir sind mit dem Zug gefahren, haben das Studio Dumont besichtigt und hatten nach der Preisverleihung auch noch Zeit, durch die Stadt zu laufen“, erzählt Ida.

Gelobt worden seien sie für das besonders gute Editorial und dafür, dass das Thema „Perspektiven“ sich tatsächlich wie ein roter Faden durch das Heft gezogen habe. Der Themenmix und das pfiffige Layout dürften ebenfalls für Pluspunkte gesorgt haben.